Hoppenrade : Ein außergewöhnlicher Kalender

Die Chronikgruppe Hoppenrade: Wolfgang Schulz, Dirk Kaiser, Grit Rodenhagen, Ulrich Niemann, Henning Hahn-Groeneveld (von links)
Die Chronikgruppe Hoppenrade: Wolfgang Schulz, Dirk Kaiser, Grit Rodenhagen, Ulrich Niemann, Henning Hahn-Groeneveld (von links)

Chronikgruppe Hoppenrade hält wichtige Elemente aus der Ortsgeschichte in neuem Kalender fest.

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24. November 2017, 21:00 Uhr

Anknüpfend an ihren ausverkauften Kalender 2016 über Sehenswürdigkeiten von Hoppenrade mit seinen Gemeindedörfern, erstellte die Chronikgruppe der Gemeinde für 2018 erneut einen Kalender. Den besonderen thematischen Rahmen bildeten hierbei zwölf Aquarelle, die der Lehrer und Künstler Josef Neumann in den 1950er-Jahren gemalt hat.

Durch Zufall entdeckte Wolfgang Schulz von der Chronikgruppe eines dieser Bilder. Durch unermüdliche Suche konnte er inzwischen 20 Exemplare aus dem Umfeld von Hoppenrade ausfindig machen. Aus diesem Fundus wurden zwölf Motive für den Kalender ausgewählt. Sie zeigen, bis auf eine Darstellung des Gutshauses Charlottenthal als Ausnahme, Ortsansichten der Gemeinde. Diese Sammlung ist schon etwas Besonderes für Hoppenrade, da ein Großteil der Gebäude damit künstlerische erfasst und dargestellt sind.

Birgit Kaspar, Bürgermeisterin und Vorsitzende des Fördervereins „Hoppenrader Gemeindeleben“ , bedankte sich anerkennend für die ehrenamtliche Leistung der Chronikgruppe. Sie nutzte die Gelegenheit, sich mit einem kleinen Präsent bei Grit Rodenhagen zu bedanken, die der Chronikgruppe als Grafikerin bei der Gestaltung des Kalenders zur Seite stand.

Auf eine Besonderheit der in den Kalender aufgenommenen Aquarelle wies Henning Hahn-Groeneveld hin. Anders als in früheren Zeiten, als Künstler von städtischen Bürgern oder vom Adel beauftragt wurden, ihre Anwesen schön darzustellen, sind es hier vor allem Bauernfamilien gewesen, die ihre Schmuckstücke für die Familie im Bild festhalten wollten.

Der Initiator der Kalendererstellung, Wolfgang Schulz, schilderte seine Begegnungen mit jenen Menschen, die ihn zu den einzelnen Bildern geführt oder mit Geschichten dazu beigetragen haben. Dabei ließ er durchblicken, dass diese Suche noch immer aktuell ist und er über solche Kontakte immer wieder neue Ansprechpartner für die Chronikgruppe finden würde.

Die eigens für die Vorstellung des Kalenders organisierte Veranstaltung nutzte die Chronikgruppe auch dazu, über den aktuellen Stand ihrer Arbeit zu berichten. Derartige Veranstaltungen seien schließlich ein Bindeglied zwischen den Ortschaften der Gemeinde, bemerkte die Bürgermeisterin.

Mit einem kurzen Bericht über einige Besonderheiten aus seinem Schwerpunkt „Archivarbeit“ knüpfte Ulrich Niemann an und verwies dabei besonders auf Beiträge in der Schweriner Volkszeitung. An dem einsetzenden Gemurmel aus dem Zuhörerkreis war zu schließen, wie nahe er sich mit der Archivarbeit bereits der unmittelbaren Vergangenheit nähert. Allerdings, so bemerkte er, tauchten Berichte aus oder über Hoppenrade, anders als heute, eher früher selten auf.

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