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15. Ganschower Stutenparade lockte tausende Besucher : Ein Auftakt mit vielen Höhepunkten

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Große Stimmung auf dem großen Paradeplatz des Gestüts. Zum 15. Mal stand am Sonntag die über die Ländergrenzen hinaus bekannte Ganschower Stutenparade auf dem Programm.

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erstellt am 10.Jul.2011 | 08:51 Uhr

Ganschow | Große Stimmung auf dem großen Paradeplatz des Gestüts. Zum 15. Mal stand am Sonntag die über die Ländergrenzen hinaus bekannte Ganschower Stutenparade auf dem Programm. Zum Auftakt der diesjährigen Serie kamen mehrere tausend Besucher. Viele, wie Hanna Dietrich aus Berlin, haben in den letzten 15 Jahren nicht eine einzige Parade verpasst. "Das ist einmalig hier, was die Familie Mencke und ihr Team auf die Beine stellen. Wir nehmen die lange Anfahrt gerne in Kauf und kommen bestimmt auch im nächsten Jahr wieder", sagt die 63-Jährige.

Mit dabei sein wollte bei der ersten von drei Paraden in diesem Jahr auch Rainer Tietböhl, Präsident des Landes-Bauernverbandes. Er fuhr zusammen mit Gestütschef Friedhelm Mencke in einer Kutsche auf den Platz und nahm das Eröffnungsbild ab. Tietböhl: "Ein traumhafter Augenblick. Ich bin sehr stolz, dass ich hier sein darf. Ganschow steht für Qualität und Leidenschaft. Auch ein Verdienst der vielen tollen Mitarbeiter im Gestüt."

Die 15. Stutenparade im 16. Jahr des Bestehens des Privatgestüts bot alles, was das Herz eines Pferdefreundes erwärmen konnte: Action, Eleganz, Grazie sowie ein Blick in die Geschichte. "Auf unserer Jubiläumsparade wollten wir den Besuchern neben Neuem auch einige Bilder aus den vergangenen Jahren noch einmal ins Gedächtsnis rufen", erklärt Friedhelm Mencke. Ein Höhepunkt reihte sich an den nächsten. So wurde passend zur Zahl ein 15-Spänner angespannt, der eindrucksvoll und mit einem besonderen Flair die Gäste am Parcours in seinen Bann zog. Die Leine fest in der Hand hatte erstmals Manfred Ulrich, Leiter des Fahrstalles. Neben ihm saß Lothar Schulz, von dem Ulrich die Zügel für alle großen Präsentationen im vergangenen Jahr übernommen hatte. Trotzdem stand auch Lothar Schulz im Mittelpunkt. Der Pferdefachmann, vor kurzem 60 geworden, ist untrennbar mit dem Gestüt in Ganschow verbunden. Seine Arbeit, sein Wirken lobte Friedhelm Mencke besonders und schickte ihn mit Blumen und einer edlen Kutsche auf die Ehrenrunde.

Insgesamt erlebten die Besucher zu Beginn der Ganschower Stutenparade 20 Programmpunkte. Ob es die Verabschiedung der 23-jährigen Stute Jana in den Ruhestand oder auch das erstmals in M-V aufgeführte Paarquartett war - für jeden Geschmack hielten die Organisatoren etwas parat. Viele Schaubilder verdienten das Prädikat atemberaubend - wie zum Beispiel die Große Fahrquadrille mit insgesamt 16 Gespannen, das Jubiläumsbild mit Zweispännern und einer Herde freilaufender Pferde oder auch das Schlussbild mit über 100 Pferden, die den großen Paradeplatz mit Rasanz in Beschlag nahmen.

"Man weiß gar nicht, worüber man eigentlich zuerst sprechen soll. Wir fanden die Geschichte mit dem Lkw und dem Mehrspänner unbeschreiblich und fast schon sensationell", sagte Maria Schnell aus Schwerin. Was sie meinte war ein Bild, in dem ein Vierspänner, gefahren von Patrick Wegener und Lothar Schulz, auf einer Rampe von einem Laster fuhr, seine Runden auf dem Parcours drehte, danach wieder auf den LKW fuhr, und zehn Minuten später vorwärts den LKW verließ, diesmal aber mit sechs Pferdenangespannt. "Das gibt es nur bei uns in Ganschow", sagte ein stolzer FriedhelmMencke.

Wer den Auftakt der diesjährigen Stutenparade verpasst hat, der hat noch am 17. und 23. Juli die Möglichkeit, dabei zu sein. Los geht es jeweils um 13 Uhr.

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