Kultur aktuell : Ein Angebot ringt ums Überleben

Konzertpianist Ronny Kaufhold gastiert am 14. Oktober im Renaissanceraum.
Konzertpianist Ronny Kaufhold gastiert am 14. Oktober im Renaissanceraum.

Kultur aktuell 2016: Die Vorhaben der Grundstück- und Immobiliengesellschaft Güstrow in ihrem Renaissanceraum Mühlenstraße 17

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19. Januar 2016, 06:00 Uhr

Auf Bewährtes und auf Neues können sich Liebhaber der Konzertreihe im Renaissanceraum Mühlenstraße 17 der Grundstücks- und Immobiliengesellschaft Güstrow (GIG) in diesem Jahr einstellen. Seit zehn Jahren lädt die GIG, ein Tochterunternehmen der Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG), in diesen speziellen kleinen Saal zu musikalischen Veranstaltungen unterschiedlicher Genres ein. Sieben Konzerte von Berufsmusikern oder auch Freizeitkünstler sind für 2016 konzipiert.

Wie im vergangenen Jahr gibt der Pianist Wassilij Kulikow den Auftakt, das wird am Freitag der kommenden Woche, am 29. Januar sein. Erfahrungsgemäß werden die zur Verfügung stehenden 40 Plätze für diese Vorstellung schnell ausverkauft sein.

Am 26. Februar folgt das Duo Cora-Son, das sind Gitta Hübner (Gitarre, Percussion) und Martin Lenz (Gitarre, Gesang) mit Liebesliedern aus Spanien, Portugal, Lateinamerika und aus Osteuropa.

Jaazklänge stehen am 18. März auf dem Programm mit dem Jazz-Quintett um Lothar Reißenweber.

Arien und Duette aus dem 17. und 18. Jahrhundert bietet Ute Meyer am 24. April dar.

Nach einer Sommerpause gastiert am 14. Oktober der aus Genthin stammende Pianist Ronny Kaufhold im Renaissanceraum.

Ein Comedy-Auftritt des Kabarettisten Clemens-Peter Wachenschwanz ist für den 18. November ins Auge gefasst.

Auf Weihnachten einstimmen soll im Dezember (genauer Termin noch zu bestimmen) der Chor „Regenbogen“.

Beginn für alle Veranstaltungen ist jeweils um 19 Uhr.


Konzertreihe schwer zu erhalten


Dabei stand zwischenzeitlich alles auch schon mal auf der Kippe, als die Besucherzahlen zurückgingen. Bezahlt werden muss schließlich auch dann, wenn der Saal nicht voll wird. „Bereits seit 2013 mussten wir auf gesteigerte Kosten reagieren und die Veranstaltungen beschränken“, erklärt Stephanie Boehm. Da die Kosten für die Ausrichtung eines Konzertabends jedoch steigen, komme man nicht umhin, den über die Jahre beibehaltenen sehr moderaten Eintrittspreis von 5 Euro um zwei Euro zu erhöhen, bittet die Sprecherin der WGG um Verständnis. Boehm: „Das positive Feedback vieler Stammgäste hat uns bewogen, weiterzumachen. Es bleibt aber ein Zuschussgeschäft. Das machen wir gerne. Aber wenn die Spanne zu groß wird, können wir das irgendwo nicht mehr stemmen.“  

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