Tierrettung : Eichelhäher mopst in Laage Kirschen – und stirbt fast

Da war der neugierige Vogel schon fast am Ende.
Da war der neugierige Vogel schon fast am Ende.

SVZ-Leser päppeln verletztes Tier wieder auf

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07. August 2015, 21:00 Uhr

In dieser Woche berichteten wir von einem Kirschen stehlenden Eichelhäher. Auch unser Leser Helmut Wiemer aus Laage erlebte dazu eine kleine Geschichte:

„In Nachbars Garten in unserer Gartenanlage sah ich eines Tages einen Eichelhäher, der sich in den Maschen eines eingenetzten Kirschbaumes verfangen hatte. Er muss schon recht lange in dieser misslichen Lage gehangen haben, denn er war bereits ganz ermattet; ja, ich hielt ihn anfangs sogar für tot. Ein herbeigerufener Gartenfreund, Udo Berndt, und ich hatten dann alle Mühe, ihn unbeschadet aus dem Netz zu befreien. Wir setzten ihn in eine als Vogeltränke aufgestellte Ofenkachel, mussten dann aber darauf achten, dass sein Kopf nicht im Wasser versinkt und er ertrinkt. Schließlich nahm Herr Berndt den Unglücklichen mit in seinen Garten und päppelte ihn wieder auf. Nach ca. einer Stunde, so erzählte mir mein Nachbar später, kam der Eichelhäher wieder zu sich – und schoss wie eine Rakete davon. Diesen Start konnte ich leider nicht fotografieren.

Kann man dem Eichelhäher seinen Vorsatz, ein paar Kirschen zu mopsen, verübeln? Ich denke, nein! Schließlich haben uns Kindern die Kirschen in Nachbars Garten auch gemundet.Und außerdem gehört die Welt nicht nur uns Menschen! Wir haben sie mit allen Geschöpfen dieser Erde zu teilen und keinem sein Recht auf Leben und Lebensraum streitig zu machen.

Manchmal denke ich: Was mag unser Freund jetzt wohl gerade tun? Ob er wieder Appetit auf Kirschen hat? Wünschen wir ihm alles Gute!“

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