Ehrung : Ehrung für Karen Larisch und Reinhard Knaack

Karen Larisch 628
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Karen Larisch 628

Couragiertes Engagement gegen Rechtsextremismus für Preis nominiert

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11. Juni 2015, 06:00 Uhr

Die Güstrowerin Karen Larisch und Reinhard Knaack aus Lalendorf sind zwei von drei heißen Kandidaten für den diesjährigen Johannes-Stelling-Preis. Nominiert ist ebenfalls das „Netzwerk Neue Nachbarn“ aus Groß Lüsewitz. Wer von den drei Nominierten den mit 2000 Euro dotierten Preis erhält, wird am kommenden Mittwoch, 17. Juni, auf einem Festakt im Schweriner Schloss verkündet.

Wofür gibt es den Preis und wer ist die Jury?

Zum zehnten Mal würdigt die SPD-Landtagsfraktion Bürger und Institutionen für engagiertes Eintreten gegen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Es können Einzelpersonen, Vereine, Initiativen und andere engagierte Gruppierungen vorgeschlagen werden. Die Jury setzte sich zusammen aus dem SPD-Fraktionsvorsitzenden, Norbert Nieszery, Ministerpräsident Erwin Sellering, dem Rechtsextremismus-Experten der SPD-Fraktion Julian Barlen, dem Vorsitzenden des Landesseniorenrates, Bernd Rosenheinrich und dem Geschäftsführer des Landesjugendringes, Friedhelm Heibrock.

Warum Larisch, Knaack, Gross Lüsewitz?

Eingereicht wurden insgesamt 15 Vorschläge. Reinhard Knaack wurde bundesweit bekannt, als er als Bürgermeister die Übergabe einer Ehrenurkunde mit Geldspende des damaligen Bundespräsidenten Wulf an eine Familie mit rechtsextremem Hintergrund verweigerte. Wie Knaack wurde auch Karen Larisch wegen ihrer couragierten Haltung gegen Rechtsextremismus wiederholt zur Zielscheibe für Kameradschaften und NPD-Politiker. Das „Netzwerk Neue Nachbarn“ gilt als beispielhafte Initiative zur Integration von Flüchtlingen.

Alle drei für die Endauswahl Nominierten sind zur Auszeichnung nach Schwerin eingeladen. Wer den Hauptpreis bekommt, wird erst vor Ort verkündet. Aber auch die beiden anderen werden gewürdigt, laut SPD-Fraktion mit einem Sonderpreis.

Johannes Stelling – wer war das?

Johannes Stelling (1877-1933), seit 1901 SPD-Mitglied, arbeitete als Redakteur beim „Lübecker Volksboten“. In Gewerkschaft und Bürgerschaft engagierte er sich für die sozialen Belange armer Schichten der Bevölkerung. 1921 bis 1924 war Stelling Ministerpräsident des Freistaates Mecklenburg-Schwerin. 1920 in den Reichstag gewählt, stimmte er gegen das Ermächtigungsgesetz. In der „Köpenicker Blutwoche“ 1933 wurde Stelling am 22. Juni von der SA ermordet.

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