Stiftung : Ehrenamtsstiftung angekommen

Das Team der Ehrenamtsstiftung in Güstrow (von links): Margarete May (Referendarin), Hannah Halver (Assistenz), Geschäftsführer Jan Holze, Franz Martin Schäfer (Referent Beratung und Information), Kerstin Schramedei (Sachbearbeiterin), Angelika Riske (Empfang), Susann Plant (Referentin Kommunikation), Maria Acs (Referentin Weiterbildung/Projekte)
Das Team der Ehrenamtsstiftung in Güstrow (von links): Margarete May (Referendarin), Hannah Halver (Assistenz), Geschäftsführer Jan Holze, Franz Martin Schäfer (Referent Beratung und Information), Kerstin Schramedei (Sachbearbeiterin), Angelika Riske (Empfang), Susann Plant (Referentin Kommunikation), Maria Acs (Referentin Weiterbildung/Projekte)

Büro in der Eisenbahnstraße seit Anfang des Monats voll einsatzbereit / Kontaktstelle für Vereine und Initiativen aus dem ganzen Land

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09. September 2015, 06:00 Uhr

Durchgerüttelt von einigen Turbulenzen vor dem Start, hat die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern ihre Arbeit aufgenommen. Geschäftsführer Jan Holze ist seit Juni in Güstrow tätig und hat sein Team bis Anfang September peu à peu vervollständigt.

Acht feste Mitarbeiter, die letzte Kollegin stößt im Oktober hinzu, plus eine Referendarin haben ihre Büros in der Eisenbahnstraße 8 in Beschlag genommen. Ein Schild an der Haustür sucht man noch vergebens, nur ein Briefkasten im Flur weist darauf hin, dass die Ehrenamtsstiftung hier ihr Domizil hat. Ein Fahrstuhl bringt Gehbehinderte in die dritte Etage. Auch in den Büros sieht man, hier ist noch einiges im Aufbau. Immerhin: Eine weitere Landeseinrichtung hat sich in Güstrow angesiedelt.

Da widerspricht Jan Holze sofort: „Wir sind eben kein Teil der Landesregierung und auch nicht von ihr gesteuert. Wir sind unpolitisch und ausschließlich für das Ehrenamt da.“ Dies zu unterstreichen, sei ein wesentlicher Grund gewesen, die Barlachstadt als Stiftungssitz auszuwählen. Holze: „Das ist ein politisches Signal!“ Ein anderer, eher praktischer Grund: „In Güstrow standen passende Büros kurzfristig zur Verfügung.“ Und die zentrale Lage Güstrows im Land habe da natürlich mit reingespielt, bestätigt Holze.

Von dem holperigen Start mit Diskussionen um vielleicht zweckmäßigere Einsatzmöglichkeiten von Geldern für das Ehrenamt will Holze nichts mehr wissen. „Wir wollen ein Kompetenzzentrum schaffen für Initiativen und Ehrenamtliche im ganzen Land, die in jeder Hinsicht Hilfe benötigen. Davon sollen besonders jene profitieren, die nicht von großen Verbandsstrukturen profitieren können.“ Beispielsweise gebe es in diesen Tagen Anfragen, wo man in der Flüchtlingshilfe mitarbeiten kann – die Stiftungsmitarbeiter vermitteln das vor Ort. Oder die Frage, wer Tierhilfe anbietet – die Stiftung gibt Auskunft. Oder ein Verein bekommt plötzlich Probleme mit der Gemeinnützigkeit – die Stiftung hilft, rechtliche Hürden auszuräumen. Jemand will einen Verein gründen, für seinen Verein ein kostenfreies Konto eröffnen, den Auslagenersatz steuerlich regeln – die Stiftung könne da kompetent Ratschläge geben.

Und was hat Güstrow davon? „Natürlich sind wir nicht primär für Güstrow da, sondern für das ganze Land“, stellt der Geschäftsführer klar. Aber es sei für Güstrower halt leichter, mal eben vorbeizukommen, wenn’s terminlich passt; die Sportchronisten etwa wären schon da gewesen. Dann habe die Ausstattung der Büros in Händen der Wirtschaft vor Ort gelegen. Nicht zuletzt habe Güstrow schon mal mindestens einen Einwohner mehr – Geschäftsführer Holze wechselte seinen Wohnsitz zur neuen Arbeitsstätte.  

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