Urlaub in Südamerika : Ehemalige Kollegen in Paraguay besucht

Manfred Keusch (r.) und sein Schwiegersohn Jens-Martin Rode vor den Iguazu-Wasserfällen in Brasilien. privat
Manfred Keusch (r.) und sein Schwiegersohn Jens-Martin Rode vor den Iguazu-Wasserfällen in Brasilien. privat

In eine völlig fremde Kultur tauchten der Güstrower Manfred Keusch und sein Schwiegersohn Jens-Martin Rode ein. Rund 10 000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt erkundeten sie Paraguay.

von
09. November 2012, 10:09 Uhr

Güstrow/Carapegua | In eine völlig fremde Kultur tauchten kürzlich der Güstrower Manfred Keusch und sein Schwiegersohn Jens-Martin Rode ein. Rund 10 000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt besuchten die beiden Männer für zwei Wochen Paraguay und lernten das Land in all seinen Facetten kennen. Grund der Reise war aber vor allem das Wiedersehen mit dem deutschen Ehepaar Bernd und Rosemarie Mergner, das Güstrow vor gut zehn Jahren den Rücken kehrte und sich in Südamerika ein neues Leben aufbaute.

"Bernd und ich waren jahrelang Arbeitskollegen bei der VEAG Güstrow und haben uns auch nach seinem Weggang 2003 nie aus den Augen verloren. Telefonate aber auch Besuche in Güs trow gab es regelmäßig", erzählt Manfred Keusch rückblickend. Nachdem sein Freund jahrelang in höchsten Tönen von seiner neuen Heimat schwärmte und den Freund schließlich nach Paraguay einlud, stand für Manfred Keusch schnell fest: "Wenn ich jemanden finde, der mich begleitet, möchte ich dieses Land unbedingt persönlich kennen lernen", sagt er.

Vom kalten deutschen Herbst ging es in den Frühling Paraguays, der bereits Temperaturen bis 40 Grad Celsius versprach. "Nach Paraguay zu reisen, bedeutet in eine völlig neue Welt einzutauchen", war sich Manfred Keusch bereits wenige Stunde nach der Landung in der Hauptstadt Asuncion bewusst. "Die Landschaft, der naturbelassene Urwald, aber auch die Gastfreundlichkeit der Einheimischen und der Gegensatz zwischen Stadt und Land sind einfach nicht mit Deutschland vergleichbar", erzählt der 64-Jährige mit strahlenden Augen.


Mit eigener Farm neues Leben aufgebaut

Für zweieinhalb Wochen lebten die deutschen Urlauber im Hause der Familie Mergner, die sich im südlichen Teil des Landes mit einer Farm und Übernachtungsangeboten für Urlauber eine neue Existenz geschaffen hat. Individualtouristen zeigen sie hier die unberührte Natur ihrer neuen Heimat. "Mein Mann wurde damals betriebsbedingt entlassen und unsere beiden Töchter waren bereits erwachsen, so dass dies wohl die letzte Gelegenheit war, noch einmal neu anzufangen. Schließlich war es aber auch die Abenteuerlust, die uns gereizt hat", beschreibt Rosemarie Megner ihre durchaus mutige Entscheidung. 1960 in der Barlachstadt geboren, haben die Güstrowerin und ihr Mann Bernd diesen Schritt jedoch nie bereut. "Wir haben hier mehr Lebensqualität, es gibt keine deutsche Bürokratie und auch unseren Alltag können wir uns frei einteilen. Paraguay ist zwar touristisch nach wie vor wenig erschlossen, aber gerade diese Tatsache macht den Besuch hier so interessant", ist Rosemarie Mergner überzeugt.

Auch Manfred Keusch ist Tage nach seiner Rückehr immer noch fasziniert von den Erlebnissen in Südamerika. "Die zweieinhalb Wochen waren viel zu kurz. Hätte mein Schwiegersohn länger Urlaub bekommen, wäre ich gerne länger geblieben", erklärt der Güstrower.

Höhepunkt der Reise war für ihn jedoch die Stippvisite nach Brasilien, bei der die Männer den weltbekannten Iguazu-Wasserfällen einen Besuch abstatteten. "So ein gewaltiges Naturschauspiel ist einmalig", schwärmt der Güstrower auch nach seiner Rückkehr von diesem ganz besonderen Ausflug.

Für einen erlebnisreichen Urlaub absolut empfehlenswert, könnte sich der Güstrower jedoch nicht mit einem dauerhaften Leben in Südamerika anfreunden. "Diesen Schritt würde ich wohl nicht wagen", so Keusch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen