Stadtwerke Güstrow : E-Mobilität auf Güstrows Straßen

Setzen auf E-Mobilität für die Barlachstadt: Während Juliane Klimt ein E-Auto auflädt, präsentiert Stadtwerke-Chef Edgar Föniger eines der neuen E-Bikes, die demnächst am Güstrower Bahnhof ausgeliehen werden können.
Setzen auf E-Mobilität für die Barlachstadt: Während Juliane Klimt ein E-Auto auflädt, präsentiert Stadtwerke-Chef Edgar Föniger eines der neuen E-Bikes, die demnächst am Güstrower Bahnhof ausgeliehen werden können.

Stadtwerke Güstrow schaffen E-Bikes zur Vermietung an und errichten Aufladestation für Elektroautos auf Franz-Parr-Platz

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26. März 2015, 06:00 Uhr

E-Mobilität: der Begriff bezeichnet die Nutzung von Elektrofahrzeugen, vor allem Elektroautos sowie die so genannten E-Bikes, die mit Strom betrieben werden. E-Mobilität ist ein oftmals angepriesener Trend, umweltschonend und zukunftsträchtig. Doch in Mecklenburg-Vorpommern und besonders in Güstrow wird dieses Thema immer noch stiefmütterlich bis gar nicht behandelt. Doch jetzt gehen die Stadtwerke Güstrow in puncto Elektrofahrzeuge in die Offensive. „Wir bringen das Thema ,E-Mobilität’ verstärkt auf Güstrows Straßen“, kündigt Stadtwerke-Chef Edgar Föniger an.


E-Bikes demnächst am Bahnhof


Dabei haben die Stadtwerke sowohl E-Autos, als auch E-Bikes im Blick. „Wir schaffen jetzt fünf Elektro-Fahrräder an und wollen sie am Güstrower Bahnhof zur Ausleihe zur Verfügung stellen“, sagt Föniger. Dabei kooperieren die Stadtwerke mit dem Fahrradhaus Karasch am Bahnhof. Hier sollen die E-Bikes schon ab Mitte April gemietet werden können. „Zielgruppe sind alle, die gerne E-Bike fahren wollen, sich bisher aber noch nicht so richtig an dieses Fortbewegungsmittel herangetraut haben. Touristen, aber auch Güstrower sollen damit angesprochen werden“, sagt Juliane Klimt, bei den Güstrower Stadtwerken verantwortlich für das Marketing. Nebenbei erhofft sie sich natürlich auch einen Werbeeffekt, sollen doch die neuen Güstrower E-Bikes auffällig mit Werbetafeln für das Produkt und die Marke „Stromissimo“ der Stadtwerke ausgestattet werden.

Auch am Franz-Parr-Platz wollen die Stadtwerke die E-Mobilität stärker ins Bewusstsein der Güstrower sowie der Gäste der Barlachstadt rücken. Hier, auf der freien Rasenfläche links neben der Güstrow-Information, soll eine Aufladestation für Elektroautos errichtet werden. Es handelt sich um eine Doppelstation, es können also zwei E-Autos gleichzeitig andocken. „Davor wollen wir auch Extra-Parkflächen für E-Autos ausweisen“, erklärt Juliane Klimt. Die Stadtwerke hoffen, dieses Pilotprojekt noch vor dem Sommer umsetzen zu können. „Unser Ziel ist es, das Netz von E-Tankstellen auszubauen. Dazu wollen wir an einem zentralen Ort in Güstrow einen Anfang machen“, sagt sie. Neben Einheimischen könnten hier neben der Tourist-Info vor allem auch Touristen ihre E-Autos andocken und währenddessen die Stadt erkunden, denkt sich Juliane Klimt. Und das Beste aus ihrer Sicht: „Dieses Angebot ist bis auf weiteres kostenlos. Es handelt sich unsererseits um Stromsponsoring.“


Aufladestation bisher kaum genutzt


Beides, die ausleihbaren E-Bikes sowie die neue Stromtankstelle, seien Pilotprojekte, unterstreicht Edgar Föniger. „Wir wollen gucken, wie es angenommen wird.“ Schon länger hat auch der Güstrower Hotelier Olav Paarmann eine Aufladestation für E-Autos auf dem Parkplatz vor seinem Hotel am Schlosspark im Neuwieder Weg. Auch hier ist das Aufladen kostenlos. Sein Fazit bisher: „Das wird fast gar nicht genutzt.“ Den Grund dafür sieht er in der bisher schlechten Vermarktung des Themas „E-Mobilität“. Deshalb begrüßt er die Initiative der Stadtwerke: „Wenn die Leute nirgendwo ihr E-Auto aufladen können, dann kaufen sie sich auch keines“, ist Paarmann überzeugt.

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