Verkehr in Güstrow : Durch Klueß wird bald gekreiselt

Das Klueßer Dreieck soll zum Kreisverkehr umgebaut werden. Eingeschlossen ist eine neue Bushaltestelle mit Querungsmöglichkeiten.  Fotos: eckhard Rosentreter (2)
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Das Klueßer Dreieck soll zum Kreisverkehr umgebaut werden. Eingeschlossen ist eine neue Bushaltestelle mit Querungsmöglichkeiten. Fotos: eckhard Rosentreter (2)

Entlastung: Petersdorfer Brücke ab heute wieder frei

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04. September 2015, 06:00 Uhr

Überraschung in Klueß: Der Ortsteil von Güstrow bekommt einen Kreisverkehr. Mochte Bürgermeister Arne Schuldt den versammelten Einwohnern am Mittwochabend noch keinen konkreten Zeitplan benennen können, so sind die Planungen im Autobahnamt für den Knotenbereich B103/104 doch schon recht weit fortgeschritten, informiert Amtsleiter Ronald Normann auf SVZ-Nachfrage. Die in Klueß neu ansässige Behörde ist noch für die Planung zuständig. Die Bauausführung liege dann jedoch in der Verantwortung des nach Stralsund verzogenen Straßenbauamtes. Eventuell, denkt Normann, könnte der Bau im nächsten Jahr erfolgen; das hänge ganz der Bereitstellung der finanziellen Mittel.

Für Klueß wäre ein Kreisverkehr ein weiterer Versuch, den Verkehrsstrom an dem Schnittpunkt der beiden Noch-Bundesstraßen sowie die Fußgängerüberwege sicher und flüssig zugleich zu regeln. Zur Erinnerung: Hier gab’s auch schon mal eine Ampelanlage, die sich jedoch schnell als unbrauchbar erwiesen hatte und längst wieder abgebaut ist. Schwere Unfälle gab es hier seither zum Glück jedoch auch nicht.

Den Klueßern dennoch besonders wichtig, dies wurde auf der Versammlung nicht das erste Mal deutlich, ist eine sichere Querungsmöglichkeit, insbesondere für die Kinder. So möchte sich Ulrike Frick unbedingt für einen Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel stark machen. Der Bürgermeister erinnerte an das Problem, das dem entgegen steht: Zwar stimme es, dass die Zahl der hier durchrollenden Fahrzeuge so hoch ist, dass der Bedarf gegeben wäre. Allerdings gebe es auch andere Zahlen, die dem nach den geltenden Regularien entgegen stünden: Es gibt nicht genügend Fußgänger in Klueß, die solch einen Überweg nutzen würden. Dies bestätigte gestern übrigens auch Ronald Norman, der zwar die Behörde wechselte, jedoch in Klueß weiterhin der Amtsleiter ist. Immerhin wollte Bürgermeister Schuldt Ulrike Fricks Anregung mitnehmen, sich mit der Gemeinde Kuhs in Verbindung zu setzen, wie die es zur Bedarfsampel an ihrer durchgehenden Bundesstraße gebracht habe.

Den Verkehrsstrom reduzieren wird ein neu gestalteter Straßenabschnitt im Ort wohl kaum. Offen muss bleiben, wie sich die für das kommende Jahr angekündigte Umwidmung von Bundesstraßen zu Landesstraßen auswirken wird. Eine gewisse Entlastung sollte es aber schon ab dem heutigen Tag geben. In der Frühe werde, bestätigte Amtsleiter Normann gestern der SVZ, die Petersdorfer Autobahnbrücke in beide Richtungen wieder für den normalen Lkw-Verkehr freigegeben. Klueßer Bürger hatten sich noch am Mittwochabend darüber beklagt, dass die Zahl der durchs Dorf rollenden Laster sich mit der Teilsperrung des Viadukts deutlich vermehrt hätte. Vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzungen würden dabei vor allem nachts missachtet werden – und „die Polizei hat sich seither zum Lasern nicht mehr in Klueß blicken lassen“, hieß es. Diese zusätzliche Sorge, wie auch schon aus Krakow am See vermeldet (SVZ berichtete) sollte nun also abgemildert sein.

Eine Aussicht stellte Ronald Norman zudem: Für die gesamte Zeit des Brückenneubaus in Petersdorf, ab Oktober etwa drei Jahre, soll es keine Teilsperrungen wie in den vergangenen Monaten geben. Der komplette Verkehrsfluss werde zwar auf jeweils nur einer Spur über den Petersdorfer See laufen, so aber doch ohne Umleitungen.  

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