Schuleinführung : „Du schaffst das!“, kleiner Abc-Schütze

Ronja Dedering wird in der Fritz-Reuter-Schule in der Klasse 1 b lernen. Ihren Schulranzen brachten ihr symbolisch Papa Birger und Bruder Mattis auf die Bühne.
Ronja Dedering wird in der Fritz-Reuter-Schule in der Klasse 1 b lernen. Ihren Schulranzen brachten ihr symbolisch Papa Birger und Bruder Mattis auf die Bühne.

Motto der Einschulungsfeier an der Fritz-Reuter-Grundschule Güstrow. 94 Schüler in vier Klassen.

svz.de von
03. September 2017, 20:45 Uhr

„Du schaffst das!“ Das war Sonnabend das Motto der Einschulungsfeier für 94 Abc-Schützen an der Fritz-Reuter-Grundschule Güstrow. Eingestimmt wurden sie auf ihren neuen Lebensabschnitt von den Zweitklässlern, die vor einem Jahr wie sie mit der großen Schultüte und noch größerem Schulranzen mit Eltern und Großeltern die feierliche Zeremonie erlebten.

Die „Großen“ – was ein Jahr so ausmacht stellten selbst die Lehrerinnen fest – sangen den „Kleinen“ zuerst den eigens für die Schüler komponierten Schulsong „Fit für Fritz“ vor, der sie in der Schulzeit begleiten wird. Seine Strophen erzählen in flottem Tempo alles, was ein Abc-Schütze an der Fritz-Reuter-Schule wissen sollte und was ihn erwartet. Das allerdings in lockeren Worten. Denn in dem Song heißt es z.B., es werde nachgedacht, aber auch Rabatz gemacht, denn „Fritz“ sei die coolste Schule und da gebe es auch Bambule.

Die Verse haben aber auch einen ernsthaften Hintergrund. Denn Lesen, Schreiben und Rechnen lernen – und das an fünf Tagen in der Woche je vier Stunden –, sei schon anstrengend, bedeute fleißig zu sein und niemals aufzugeben, auch „wenn es manchmal weh tue“, wie es Schulleiter Torsten Vieroth formulierte. Aber wie lautete noch das Motto des Tages? „Du schaffst das!“ Und das mit Unterstützung von motivierten und engagierten Lehrerinnen, versicherte der Schulleiter. Aber auch mit der Hilfe der Eltern und Großeltern, die sich an der Seite ihrer Kinder und Enkel an die eigene Schulzeit erinnern werden, spannte Vieroth einen Bogen in einer launigen Rede, ganz im Sinne eines Liedes von Reinhard Mey, „Und nun fängt alles das noch mal von vorne an“.

Die neuen Schüler dürfen sich freuen, in einer sanierten Schule, die modern ausgestattet ist, zu lernen. Vieroth verweist außerdem auf einen engagiert arbeitenden Förderverein, der u.a. seit Jahren einen Sponsorenlauf und eine Babybörse organisiert, auf den Tag der offenen Tür, ein tolles Weihnachtsprogramm und erfolgreiche Sportprojekte wie den Cross-Lauf.

Das „Du schaffst das!“ gilt aber auch für das Kollegium. Vieroth: „Die 94 neuen Schüler, darunter drei Klassen mit je 24 Schülern, sind sehr viel und mehr als sonst. Das wird daher kein leichtes Jahr für die Kolleginnen.“ Neu ist, dass die Fritz-Reuter-Schule in diesem Schuljahr eine eigene Englischlehrerin hat, die gleichzeitig Grundschullehrerin ist. Froh ist Torsten Vieroth, dass er keine Lehrerinnen mehr an andere Schulen delegieren muss. Einzige Ausnahme bleibt eine Kollegin, die seit Jahren an der Kerstingschule Religion unterrichtet. Neu ist ein um eine Stunde erweiterter Deutschunterricht. Vieroth: „Wir haben uns für die zweiten Klassen entschieden, denn es gilt ein entweder Klasse 1 oder Klasse 2.“

Unter den 94 Schülern sind sechs mit einem Migrationshintergrund. Davon gibt es an der Schule, die über 320 Schüler hat, über 30. „Wenn sie gut Deutsch können, ist das nicht problematisch“, sagt Vieroth. Seit vergangenem Schuljahr gebe es daher eine DaZ (Deutsch als Zweitsprache)-Klasse mit momentan zwölf Kindern. In dieser Klasse bleiben die Kinder 15 Monate, einschließlich Ferien. „Das ist ein Intensivkursus“, erläutert er. Reiche der nicht aus, um die deutsche Sprache gut zu beherrschen, gebe es in einer „normalen“ Klasse noch einmal 15 Monate mit einer begleitenden Förderung. Auch hier gilt das Motto des Einschulungstages.



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