zur Navigation springen

Güstrow : Druckereigewerbe in Hageböcker Straße starb nach der Wende

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Historische Baulücken in Güstrow“ / Größte Druckerei Güstrows stand in Hageböcker

Schon Ende des 16. Jahrhunderts entstand in Güstrow die erste Buchdruckerei. Mit der rasanten Industriealisierung im 19. Jahrhundert entstanden auch in Güstrow eine Vielzahl verschiedener produzierender Gewerke. So gab es auf den freien Hofgrundstücken in der Innenstadt eine große Zahl von Anbauten und Gewerberäumen, die straßenseitig selten sichtbar waren. Schlosser, Schmiede, Tischler, Sattler, Seifenfabrikanten, Wagenfabrikanten, Zigarren- und Tabakfabriken, Brauereien, um nur einige zu nennen, hatten ihre Kleinfabriken auf den Hinterhöfen.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand in der Hageböcker Straße 111 (früher auch Nr. 42) Güstrows größte Druckerei, die Michaalsche Hof- und Ratsbuchdruckerei. Das Foto zeigt ein altes Werkgebäude der Michaalschen Druckerei, das zwar im Krönchenhagen lag, aber zur Hageböcker Straße gehörte. Dahinter lagen weitere Werkgebäude der Druckerei, in der u.a. die weit verbreitete Mecklenburgische Tageszeitung hergestellt wurde. Die stetig vergrößerte Druckerei hatte 1918 zur Zusammenlegung der beiden Grundstücke Nr. 42/43 geführt, da der Maschinen- und Fahrzeugpark ständig vergrößert wurde.

1994 erfolgte der Abbruch dieses alten Fachwerkgebäudes, die Druckerei gab es nicht mehr, obwohl sie als Druckerei „Vorwärts“ zu DDR-Zeiten noch existierte. Heute befindet sich auf dem Hof ein Parkplatz, verdeckt durch einen Zaun mit einer Tordurchfahrt.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen