Güstrow und Gnoien : Dritte Tat mit einer Waffe in einer Woche

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Zweimal Menschen in Gnoien und einmal in Güstrow bedroht / Kripo sucht weiter mit Hochdruck nach dem Güstrower Täter

svz.de von
27. Juli 2014, 14:01 Uhr

Zum dritten Mal in einer Woche waren im Landkreis Täter mit einer Waffe unterwegs und bedrohten Menschen. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck. Die Taten ereigneten sich zweimal in Gnoien und einmal in Güstrow.

Aber der Reihe nach: Der letzte dieser Einsätze war am Freitagabend. Gegen 21.30 Uhr wurde die Teterower Polizei alarmiert. Ein 64-jähriger Täter bedrohte in Gnoien nach Angaben einer Zeugin den 62-jährigen Geschädigten aus dem fahrenden Auto mit einem Revolver. Anschließend fuhr er in Richtung Kranichshof. Die Polizeibeamten verfolgten den Mann und konnten das Fahrzeug mit dem Tatverdächtigen anhalten. Er hatte neben einer Präzisionsschleuder auch noch eine Machete in seinem Auto sowie weitere gefährliche Gegenstände.

Die Güstrower Kripo hat gegen den mutmaßlich Verdächtigen die Ermittlungen aufgenommen. Er muss sich wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Zuvor hatte am Donnerstagmittag ein großes Polizeiaufgebot in Gnoien für Aufsehen gesorgt (SVZ berichtete). Ausgangspunkt des Polizeieinsatzes war ein Diebstahl von Getreide an einer Siloanlage zwischen Gnoien und Dölitz. Der Eigentümer erwischte den vermeintlichen Dieb. Dieser drohte darauf mit einer Waffe. Anschließend entfernte sich auch dieser Täter in Richtung Kranichshof – auf sein Grundstück. Nach einiger Zeit versuchte er, dieses wieder mit seinem Pkw über die Rückseite zu verlassen. Weit kam er allerdings nicht: Der 64-Jährige wurde festgenommen. Zwischenzeitlich wurden bei der sich anschließenden Hausdurchsuchung zwei Luftdruckwaffen gefunden, von denen eine sehr wahrscheinlich jene ist, die der vermeintliche Täter vorher bei sich hatte. Gegen den 64-Jährigen wird weiter wegen Diebstahls unter Waffen und Bedrohung ermittelt. Möglicherweise handelt es sich aber auch um eine Raubstraftat. Das müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Ob es eine Verbindung zu dem Freitag-Fall gibt, ist noch nicht bekannt

Die dritte Tat mit einer Waffe ereignete sich am vergangenen Montag in einer Güstrower Bäckerei. Ein maskierter Mann bedrohte die 23-jährigen Verkäuferin. Er hielt ihr eine Pistole an den Kopf und verlangte Geld. Die geschockte Frau leistete keinen Widerstand. Sie gab dem Mann mehrere 100 Euro aus der Ladenkasse. Die Polizei nahm mit sechs Streifenwagen die Fahndung auf. Auch ein Fährtenhund wurde eingesetzt, konnte jedoch keine Spur finden. Der Täter konnte noch nicht gefasst werden. Die Polizei sucht weiter Zeugen, die den Täter in Tatortnähe gesehen haben. Der wird so beschrieben: ca. 1,75 Meter groß, schlanke Gestalt, aber breite Schultern, 20 bis 25 Jahre alt, auffällig grüne Augen und schwarz gekleidet.

Hinweise nimmt das Polizeihauptrevier Güstrow, Telefon 0 38 43/26 60, entgegen.

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