zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

17. November 2017 | 18:56 Uhr

Dreschen wie zu Omas Zeiten

vom

svz.de von
erstellt am 06.Aug.2012 | 09:47 Uhr

Kuchelmiss | Das Dreschfest ist die größte Veranstaltung des Fördervereins Wassermühle Kuchelmiß. Die Besucher honorierten das auch am Sonnabend. Schon am Vormittag kamen zum Schaumähen rund 50 Zuschauer. Einige von ihnen ließen sich vom Vereinsvorsitzenden Berthold Riech nicht lange bitten und griffen ebenfalls zur Sense. Der Güs trower Peter Balcke gehörte dazu. Er war mit der Familie nach Kuchelmiß gekommen. Hintergrund: Seine Urenkelin Lucy sollte nach der Einschulung was Besonderes erleben.

Genau das ist für Berthold Riech und den Verein ein Hintergrund dieses Dreschfest zu erhalten. "Wir möchten zeigen, wie früher gearbeitet wurde. Das ist wichtig, um Kindern und Jugendlichen bewusst zu machen, was Lebensmittel früher und heute darstellen und wie viel Arbeit dahinter steckt, bis man die Marmelade oder Wurst auf sein Brötchen legt und hineinbeißt."

Dabei schafft es der Verein auch immer wieder den Vergleich herzustellen. Diesmal rechnete Riech als gemäht wurde vor: "Auf diesen 150 Quadratmetern haben zwei Schnitter und einige Besucher 20 Minuten gemäht. Ein Mähdrescher macht das in einer Sekunde."

Dem Mähen und Garben binden folgte am Nachmittag traditionell die Dreschvorführung mit Dreschflegeln und einem Dreschkasten mit Presstechnik, der aus den 1940er-Jahren stammt.

Das Kulturprogramm mit dem Kuchelmisser Chor, den "Mildenitzer Danzlüd" und dem Krakower Paul Pingel sowie frisch gebackener Kuchen und Brot - neu war ein Roggenmischbrot mit Haferflocken- aus dem Steinbackhofen, rundeten das Dreschfest ab.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen