Drei Stutenparaden in Ganschow

<fettakgl>Das Bild 7</fettakgl> bei der ersten Stutenparade wird 'Seltene Anspannung' heißen. Lothar Schulz - hier zusammen mit Manfred Ulrich - wird sie vorführen. Als 'Quandum', mit fünf Pferden. Gestern trainierte er das seltene Gespann als 'Randum', mit drei Pferden. <fotos>Foto: Hans-Jürgen Kowalzik </fotos>
Das Bild 7 bei der ersten Stutenparade wird "Seltene Anspannung" heißen. Lothar Schulz - hier zusammen mit Manfred Ulrich - wird sie vorführen. Als "Quandum", mit fünf Pferden. Gestern trainierte er das seltene Gespann als "Randum", mit drei Pferden. Foto: Hans-Jürgen Kowalzik

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14. Juni 2012, 10:04 Uhr

Ganschow | Kurzweilig, unterhaltsam, vielfältig, attraktiv und teilweise einmalig, traditionell, spannend, sicher und mit vielen Besucher n - das ist der Anspruch des Gestüts Ganschow für seine Stutenparaden im Juli. Sie finden am 8. und 15. Juli (Sonntag) und zum Abschluss am 21. Juli am Sonnabend statt. Beginn ist jeweils um 13 Uhr.

140 Mitarbeiter und Freunde des Gestüts bereiten das Spektakel, das zum 16. Mal stattfindet, mit über 200 Pferden vor. Auf diese Zusammenarbeit, teilweise uneigennützig und ehrenamtlich, kann Gestütschef Friedhelm Mencke auch dieses Jahr bauen. "Es ist unsere größte Veranstaltung. Wir sind stolz, klopfen aber natürlich auf Holz, dass wir zunehmende Besucherzahlen verzeichnen. Im vergangenen Jahr waren es 10 000. Diesen Anspruch wollen wir halten", betonte Mencke gestern.

Darauf ist das Programm ausgerichtet, mit dem krönenden Abschluss, der größten frei laufenden Stutenherde. Mencke: "So etwas können nur wir zeigen, weil wir den Pferdebestand und die Flächen haben." Davor glänzt Menckes Truppe aber auch mit anderen Bildern, bei denen die Freunde der Stutenparade, aber auch Neuankömmlinge, vermutlich wieder mit der Zunge schnalzen werden. Dazu gehört Deutschlands größte Zweispännerquadrille. Tradition hat der Kampf der Zweispänner. Sechs treten bei jeder Parade an, die Sieger fahren bei der letzten am 21. Juli um den Wanderpokal.

In dem Mix der Schaubilder sind Gäste dabei. Friedhelm Mencke: "Eine Reitgruppe aus Hamburg kam im vergangenen Jahr als Zuschauer nach Ganschow. Ihr gefiel es so gut, dass sie dieses Jahr um einen Auftritt mit ihrer Friesen-Quadrille baten." Das soll ein besonders buntes Bild in Kostümen und mit spanischem Flair werden. Gäste sind außerdem wieder die "schnellsten Damen Europas" aus Neu Poserin.

Aber nicht nur an die traditionellen Schaubilder ist gedacht. "Wir geben natürlich auch einen Einblick in unsere Zucht. Unser Spitzenhengst Dramatiker kommt mit seinen Söhnen und Töchtern auf den Parcours, geritten von Ramona Schilloks und Sindy Thormann" so Mencke. Bei der "Spirale der Rassen" wird die Vielfalt der Rassen im Pferdezuchtverband MV demonstriert. Von den 21 Rassen wurden sechs ausgewählt: die für Ganschow typischen Mecklenburger und Trakehner sowie Shetland-Ponys, Kaltblüter, Friesen und Deutsche Reitponys.

"Pferde und Sport" - Dressur und Springen im S-Bereich - zeigt René Mencke. Um ihn herum wird sich eine Herde Dreijähriger ein Stelldichein geben, der künftige Nachwuchs unterm Sattel.

Was könne Menschen, was Pferde, wenn sie die gleichen Aufgaben bekommen? Das soll u.a. beim Überspringen von Hindernissen bewiesen werden. Mencke: "Außerdem kommen wir dem Wunsch eines Mädchens aus dem vergangenen Jahr nach. Es hat behauptet, sie reitet mit ihren Pony schneller als ein Mann, der die gleiche Strecke läuft. Mal sehen, wie das ausgeht."

Dazu kommt ein Blick zurück vor 80 Jahren wie z.B. damals mit Pferd und Wagen Heu geerntet wurde.

Friedhelm Mencke betont aber auch die Sicherheit. Ein Grund ist der Gespannunfall im vorigen Jahr: "Wir haben ein sehr gutes Niveau erreicht, was wir halten wollen. Aber wir haben nicht den Ehrgeiz uns selbst zu übertreffen."

Bereits ab 9 Uhr kann man in die Ställe schauen, Pferde hautnah erleben und mit Reitern sprechen. Um 10.30 Uhr beginnt eine Verkaufsveranstaltung und ab 11.30 Uhr zeigt die Pony-AG, was sie alles gelernt hat, ehe dann um 13 Uhr das aus Holz nachgebaute Eingangstor des Gestüts in Trakehnen öffnet.

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