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Krakow am See : Drei Brände kurz hintereinander: Polizei ermittelt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Feuer in Charlottenthal, Neu Dobbin und Krakow am See: Bestehen Zusammenhänge?

von
erstellt am 05.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Kurz hintereinander erschütterten drei Großbrände die Krakower Region: Zunächst wurde in der Nacht zum 11. April das Schloss Charlottenthal nahezu vollständig zerstört. In der Nacht zum 21. April wurde dann ein verlassenes Ferienobjekt in Neu Dobbin ein Opfer der Flammen. Und schließlich brannte vergangenes Wochenende, ebenfalls in der Nacht, ein Bungalow in Krakow am See nieder (SVZ berichtete). Die räumliche Nähe sowie die nahezu gleiche Ausbruchszeit der drei Brände, immer kurz nach Mitternacht, lassen einen Zusammenhang naheliegend erscheinen. Den prüft auch die Güstrower Polizei, bestätigte gestern Polizeihauptkommissar Gert Frahm auf SVZ-Nachfrage. Allerdings: „Wir prüfen zwar einen Zusammenhang, aber es gibt Anzeichen, dass es den nicht gibt. Es gibt Unterschiede bei den Bränden“, so Frahm.

Vor allem beim jüngsten Brand eines Holzbungalows an der Güstrower Chaussee in Krakow am See gehe die Polizei davon aus, dass das Feuer nicht vorsätzlich gelegt worden sei. „Der Brand entstand nach bisherigen Erkenntnissen eventuell fahrlässig oder durch einen technischen Defekt“, sagt Gert Frahm. Der 51-jährige Mieter des Bungalows hatte bei dem Versuch, selbst zu löschen, schwere Verbrennungen erlitten. Der Sachschaden wird auf mehrere 10 000 Euro geschätzt.

Anders bei der abgebrannten, leerstehenden Ruine eines ehemaligen Ferienobjekts in Neu Dobbin. „Hier wird weiterhin wegen Brandstiftung ermittelt. Eine abschließende Aussage gibt es aber noch nicht“, sagt der Polizeisprecher. Und auch bei dem durch ein Großfeuer zerstörten Schloss Charlottenthal wird noch auf das Ergebnis des Gutachtens der Brandermittler gewartet. Brandstiftung wird weiterhin nicht ausgeschlossen. Frahm rechnet jedoch damit, dass das Gutachten in den nächsten Tagen vorliegen wird.

Vom Schloss Charlottenthal stehen nur noch die Außenmauern. Die Schlossinhaber, Eneida und Günther Wolgien, die hier ein brasilianisches Restaurant betrieben, haben bei dem Brand alles verloren. Unterdessen läuft die Spendenaktion für die beiden weiter. Neben Charlottenthaler und Krakower Bürgern ruft auch der Krakower Tourismusverein zu Spenden auf.  

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