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Güstrow : Dosen und Flaschen statt Aal und Barsch

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Frühjahrsputz der Angler des Güstrower Anglervereins am Schmidtschen Teich und am Gliner See

Statt Aal, Karpfen, Hecht oder Barsch zogen Angler Sonnabend Dosen, Flaschen, Todholz und sogar Farbeimer aus dem Schmidtschen Teich in Güstrow. 20 Mitglieder des 1. Güstrower Anglervereins von 1923 trafen sich an dem ein Hektar großen Gewässer zwischen Sumpfsee- und Domwiesen sowie am Gliner See zum Frühjahrsputz. „Es ist schier unglaublich, was die Leute alles wegwerfen und was dann auch in den Gewässern landet. Ohne regelmäßige Pflege wäre hier gar kein Fisch mehr zu holen“, sagt Bernhard Krause. Der 64-Jährige angelt seit über einem halben Jahrhundert. „Als Bube habe ich einen Haselnussstock ins Wasser gehalten“, erinnert er sich. Er findet Ruhe und Entspannung beim Angeln und freut sich, dass er das Hobby bis ins Alter betreiben kann. Gern raucht er am Wasser eine Zigarre. „Wegen der Mücken und weil die Anspannung des Tages abfällt“, erklärt er.

Eine andere Art von Spannung schätzt Roland Schumacher. „Das ist die, wenn ein Fisch angebissen hat und man noch nicht weiß, was man da am Haken hat“, sagt der 46-Jährige, der auch leidenschaftlicher Fischesser ist.

Dass die Petrijünger zu ihren Erfolgserlebnissen kommen, ist mit ein Verdienst von Kurt Lale. Er betreut als Gewässerwart des Vereins sieben Seen. „Dazu gehört das Planen und Ausbringen von Fischbesatz“, erklärt Lale. Beispielsweise werden im Schmidtschen Teich in einem Jahr Hechte eingesetzt und im Jahr darauf Karpfen. „Die müssen aber schon so groß sein, dass sie der Raubfisch nicht mehr angreift“, sagt er.

Der Landesanglerverband hat 6000 bis 7000 Hektar gepachtet und übergibt sie den Vereinen zur Pflege. „Dafür sind regelmäßige Arbeitseinsätze der 300 Vereinsmitglieder nötig“, bestätigt Lale, der Sonnabend für die fleißigen Helfer eine Bratwurst spendierte.


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erstellt am 14.Apr.2014 | 06:00 Uhr

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