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20 Fragen : „Dorfschulen einrichten wäre mein Ziel“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ralf Boldt, Leiter der Freien Schule Güstrow, ist schon viel rumgekommen – schließlich zog es den heute 58-Jährigen an eine Alternativschule. Heute beantwortet er unsere 20 Fragen zum Wochenende.

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erstellt am 15.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Seit 2006 leitet Ralf Boldt die Freie Schule an der Bistede in Güstrow. 1958 in Berlin-Weißensee geboren, studierte der heute 58-Jährige Biologie und Chemie an der Humboldtuniversität in Berlin. Zunächst zog es Ralf Boldt in die Lehre. So arbeite er als Lehrer an einer Berliner Schule, bis er in die Wissenschaft ging. 1989 promovierte der Vater von drei Töchtern (Maria, Isabella und Alicia) im Fachgebebiet Biochemie der Pflanzen. Von der Humboldtuniversität ging es für Boldt weiter an die North Carolina State University und über Potsdam nach Nachterstedt an die IPK Gatersleben und 2001 dann an die Uni Rostock.

„So bin ich auch nach Neu-Mierendorf gekommen, wo ich noch heute mit meiner Frau lebe“, erzählt Ralf Boldt. Nach seiner Habilitation im Jahr 2006 und dem Auslaufen seiner Stelle an der Uni Rostock stellte sich die Frage: gehen oder bleiben – Ralf Boldt blieb. Zwei seiner Töchter besuchten die Freie Schule in Güstrow und er selbst engagierte sich als Elternvertreter und im Vorstand der Schule. „Dann war die Stelle als Schulleiter ausgeschrieben. Das war die richtige Entscheidung“, ist sich Ralf Boldt sicher. Heute beantwortet er unsere 20 Fragen zum Wochenende.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Meine Küche in Neu Mierendorf. Unser Familientreffpunkt.
Wenn Sie morgen Bürgermeister wären, was würden Sie in Ihrem Wohnort als erstes ändern?
Ich würde mich für den Aufbau guter Verkehrswege von Mierendorf nach Güstrow engagieren. Insgesamt würde ich überlegen, was man tun kann, um den ländlichen Raum nicht abzuhängen – Dorfschulen einrichten, zum Beispiel.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In der Freien Schule Güstrow.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Auf dem Bau beim VEB Tiefbau Berlin.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Einen japanischen Kassettenrecorder – damals das angesagteste Gerät.
Was würden Sie gerne können?
Singen, Französisch sprechen oder ein Instrument spielen
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit und Dummheit
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über Jan Böhmermann kann ich herzlich lachen.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich habe wohl mit meinem Nachbarn zu lange gefeiert.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Albert Einstein – ist bis heute nicht widerlegt.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Zurzeit nur Fachliteratur. Evolutionstheorie und globale Ökologie. Harald Leschs „Die Menschheit schafft sich ab“ lese ich gerade. Sonst liebe ich Krimis von John Grisham – am liebsten im Original. So rosten die Englischkenntnisse nicht alt so stark ein.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Tatort
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch. Ich gehe lieber auf ein Rockkonzert oder besuche eine Ausstellung.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Da bin ich nicht festgelegt. Ich bin neugierig und freue mich über jeden der da kommt.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Am liebsten koche ich meine eigenen Gerichte – quasi eine Fusion aus griechisch, italienisch, deutsch…Knoblauch muss aber immer dran sein.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„The first cut is the deepest“ von Rod Stewart. Was verbinde ich damit wohl: natürlich die erste Liebe.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Schöne Hemden von meiner Tochter in schönem Geschenkpapier.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Eine Weltreise wäre doch nicht schlecht – oder?
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich freue mich darauf viel Zeit für Haus und Garten zu haben.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Bettina Korn, die Leiterin des Kinder-Jugend-Kunsthauses, weil sie sich sehr viel Mühe gibt und immer kämpft, um das Kunsthaus für Güstrow zu erhalten.












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