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Tag des offenen Denkmals : Domstraße 21 ist bald fertig

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Architekt Helge Richter führte die Gäste des Denkmalstages persönlich über die Baustelle und sprach offen über Positives und Negatives.

von
erstellt am 11.Sep.2016 | 20:30 Uhr

Noch sieht die Eckansicht der Domstraße 21 lange nicht fertig aus, aber der Eindruck täuscht. Architekt Helge Richter stellte bei seiner Führung zum Museumstag den November als Fertigstellungsmonat für das Jugendstilgebäude in Aussicht.„Drei Jahre bauen wir hier nun schon und hatten mit ganz schönen Schwierigkeiten zu kämpfen“, zieht Helge Richter ein erstes Fazit seiner Bautätigkeit.

„1990 wurde das Haus leer geräumt. Danach gab es drei Bauherren, die sich unabhängig voneinander an dem Objekt versuchten“, erklärte Richter den neugierigen Besuchern und fügte hinzu: „Die haben aber mehr kaputt gemacht als verbessert.“ So gab es Löcher im Dach, durch die es reinregnete. Dadurch seien die Decken eingestürzt, beschreibt der Architekt weiter. „Wir mussten die Hälfte aller Decken rausreißen – es war wirklich ein schweres Bauen“, erinnert er sich.

In der Domstraße 21 sollen insgesamt acht Wohnungen und ein bis zwei Gewerbeeinheiten entstehen. Gestern bekamen die Besucher Gelegenheit die erste fertige Wohnung des Hauses zu besichtigen. Besonderen Gefallen fand Karin Kassau aber an der noch unfertigen Dachgeschosswohnung mit ihren Schrägen und den freigelegten Balken. „Und der Ausblick über Güstrow ist einfach fantastisch“, sagte sie und Angelika Klug fügte hinzu: „So einen Ausblick über die Altstadt hat man in Güstrow fast nur von der Pfarrkirche.“

Angelika Klug nutzt indes gerne die Gelegenheit beim Denkmalstag einen Blick in die Altbauten der Stadt zu werfen. „Das werden oft Wohnungen und dann kann man sie sich nicht mehr ansehen – es sei denn, man wird eingeladen“, sagt die Güstrowerin mit einem Lächeln. Für den Sonntag hatte sie sich auch noch die Gleviner Straße 10 und die Gleviner Straße 1 vorgenommen.

Das Sanierungsgebiet der Altstadt umfasse insgesamt 63 Hektar. In den vergangenen Jahren seien rund 120 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln in die Sanierung geflossen, informierte Stadtentwicklungsamtsleiterin Jane Weber bei der Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Denkmalstages in der Wollhalle. „Ziel ist es den Sanierungsstand weiter zu verbessern“, gibt Jane Weber einen Ausblick.

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