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Güstrower Baustelle ruhte acht Wochen : Domschule: Firma blieb einfach weg

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Geht es beim Ausbau der Güstrower Domschule, dem ältesten noch erhaltenen Schulbau in Mecklenburg-Vorpommern, gar nicht mehr voran? Das fragten sich jetzt viele Güstrower. Nahezu acht Wochen ruhten die Arbeiten.

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erstellt am 28.Jun.2013 | 05:22 Uhr

Güstrow | Geht es beim Ausbau der Güstrower Domschule, dem ältesten noch erhaltenen Schulbau in Mecklenburg-Vorpommern, gar nicht mehr voran? Das fragten sich jetzt viele Güstrower. Nahezu acht Wochen ruhten die Arbeiten. Grund: Die für den Rohbau verantwortliche Firma erschien einfach nicht mehr auf der Baustelle. "Wir haben der Firma jetzt gekündigt. Demnächst kommt eine neue", informiert Peter Lack von der Big-Städtebau, dem städtischen Sanierungsträger.

Zum Schuljahr 2014/15 soll alles fertig sein

Noch vieles ist zu tun. "Innen fehlt fast noch alles", sagt Peter Lack. Doch schon bald sollen die Dachdeckerarbeiten auf der Domschule und dem ebenfalls denkmalgeschützten Anbau beginnen. Gleichzeitig gehen die Rohbauarbeiten im Inneren weiter. Außen an das Schulgebäude wird zudem ein Treppenhaus angebaut. "Dann haben wir innen mehr Platz", so Lack. Schon Ende des Jahres soll der Rohbau weitgehend fertig gestellt sein. Dazu werden noch Wände gezogen, Leitungen für Elektrik und Sanitär verlegt und auch neue Fenster eingebaut. Zum Beginn des Schuljahres 2014/15 soll die alte Domschule an das John-Brinckman-Gymnasium als zukünftiges Haus 3 der schule übergeben werden. "Ich bin sehr froh, dass die historische Schule als Gebäude gerettet wird und der Schulstandort in der Altstadt weiter ausgebaut wird", sagt Peter Lack.

Finanziert wird die Maßnahme unter anderem mit Städtebaufördermitteln des Bundes, des Landes und der Stadt in Höhe von insgesamt 2,16 Millionen Euro sowie aus Eigenmitteln der Barlachstadt. Die Big-Städtebau begleitet die Maßnahme als treuhänderischer Sanierungsträger der Stadt. Die Barlachstadt saniert als Eigentümer das Gebäude für ca. 3,8 Millionen Euro und wird es nach Fertigstellung an den Landkreis Rostock vermieten. Es entstehen zusätzliche Klassenräume und Fachräume für den Zeichen-, Musik- und Medienunterricht. Mit der zukünftigen Nutzung als Ergänzung des ebenfalls am Domplatz

gelegenen John-Brinckman-Gymnasiums kann die mehr als 400-jährige Nutzungsgeschichte als Schule fortgesetzt werden. Die Domschule ist das älteste erhaltene Schulgebäude Mecklenburgs und aufgrund der Nutzung, des Baugefüges und des Erscheinungsbildes einzigartig im gesamten norddeutschen Raum.

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