Güstrow : Domkantor nimmt wieder auf Orgelempore Platz

<p>Spielte gestern nach der Wiederweihe der Orgel als erstes ein Stück von Bach: Domkantor Martin Ohse.  </p>

Spielte gestern nach der Wiederweihe der Orgel als erstes ein Stück von Bach: Domkantor Martin Ohse. 

Nach Restaurierung: Wiederweihe der Lütkemüller-Orgel im Güstrower Dom - Festwoche zum 150. Geburtstag des Instruments.

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03. September 2018, 05:00 Uhr

„Die Orgel erklingt in ihrer alten Pracht und Herrlichkeit“, sagt Kirchenmusikdirektor Martin Ohse und strahlt. Er ist glücklich, „sein“ Instrument endlich wieder zu haben. Lange musste die Orgel im Güstrower Dom wegen einer Restaurierung eine Zwangspause einlegen. Sonntag nahm der Domkantor wieder auf der Orgelempore Platz und spielte die ersten Töne beim Festgottesdienst zur Wiederweihe der Orgel.

Start der Festwoche

Damit läutete Martin Ohse auch zugleich eine ganze Festwoche mit Konzerten ein. Zum einen freut sich die Domgemeinde über den Abschluss der Restaurierung der großen Domorgel, zum anderen wird ein runder Geburtstag gefeiert: die wertvolle Lütkemüller-Orgel wird in diesem Jahr 150 Jahre alt.

Schon im Juni 2017 wurde die Orgel im Dom ausgebaut und sollte eigentlich zu Weihnachten wieder erklingen. „Leider verzögerten sich die Arbeiten am Gewölbe so erheblich, dass mit der eigentlichen Orgelrestaurierung erst im April dieses Jahres begonnen werden konnte“, schildert Ohse. Die letzte, grundlegende Restaurierung erfolgte im Jahre 1986. „Seither ist bei der Renovierung des Domes viel Staub und Schmutz in die Orgel gelangt, so dass vor allem kleine Pfeifen kaum noch stimmbar waren. Verschleißerscheinungen an mechanischen Teilen machten kleinere Reparaturen erforderlich. Nun ist alles wieder zusammengefügt, gestimmt und intoniert.“

In der Festwoche stehen morgen festliche Klänge für Trompete und Orgel auf dem Programm. Zu Gast ist im Dom der international gefeierte Trompeter Joachim Schäfer mit den Dresdener Bachsolisten und Matthias Eisenberg an der Orgel. Ein Klangvergnügen verspricht auch das Konzert für Orgel und Orchester am Donnerstag. Auf dem Programm steht nicht nur ein Konzert von Georg Friedrich Händel, sondern auch das sehr bemerkenswerte Konzert für Orgel, Pauken und Streichorchester von Francis Poulenc, einem französischen Spätromantiker. Höhepunkt und Abschluss der Festwoche ist dann das Konzert für Orgel, Solisten und Chor am Sonnabend. Außerdem wird bereits am Freitag zu einer Orgelvorführung auf die Orgelempore eingeladen.

Festkonzerte im Güstrower Dom:

• Dienstag, 4. September, 19.30 Uhr, Orgel und Trompete mit den Dresdener Bachsolisten, Musik von Bach, Vivaldi und Marcello

• Donnerstag, 6. September, 19.30 Uhr, Orgel und Orchester, Orgelkonzerte von Händel und Poulenc, Angelika Ohse und Karl-Bernhardin Kropf (Orgel), Leitung: Martin Ohse

• Freitag, 7. September, 19.30 Uhr, Orgelführung mit Klangbeispielen und Vortrag von Martin Ohse: „Friedrich Hermann Lütkemüller – Leben und Werk“

• Sonnabend, 8. September, 19.30 Uhr, Orgel und Chor, Musik von César Franck, Felix Mendelssohn Bartholdy, Antonín Dvorák, es musiziert die Güstrower Kantorei

• mehr zur Festwoche und die Lütkemüller-Orgel auch unter www.guestrower-kantorei.de

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