Dolgen am See : Dolgen am See wählt am Sonntag

Sie treten am Sonntag zur Wahl an: André-Gerad Voirin, Tobias Thiel und Sven Wisoschinski (v.l.).
1 von 2
Sie treten am Sonntag zur Wahl an: André-Gerad Voirin, Tobias Thiel und Sven Wisoschinski (v.l.).

Vier Einzelkandidaten stellen sich der Nachwahl für die Gemeindevertretung.

23-11367750_23-66109655_1416395986.JPG von
26. Januar 2018, 05:00 Uhr

Manuela Petereit, Tobias Thiel, André-Gerad Voirin und Sven Wisoschinski wollen in die Gemeindevertretung Dolgen am See. Als Einzelkandidaten stellen sie sich am Sonntag der Ergänzungswahl. Alle vier Bewerber könnten gewählt werden, vier Sitze sind derzeit unbesetzt.

Nach dem Tod eines Gemeindevertreters ist die Gemeindevertretung nicht mehr handlungsfähig. Das Kommunalwahlgesetz MV sieht vor, dass mindestens zwei Drittel der Plätze – in diesem Fall sechs von neun – besetzt sind. Anderenfalls ist eine Ergänzungswahl notwendig. Diese erfolgt am Sonntag. Von 8 bis 18 Uhr sind die Wahllokale in den Feuerwehrgebäuden in Sabel und Groß Lantow geöffnet. Jeder Wähler kann drei Stimmen abgeben, sie einem Kandidaten geben oder auf mehrere verteilen. Die Möglichkeit der Briefwahl, so war von Wahlleiterin Petra Müller vom Amt Laage zu hören, wurde bisher nur wenig genutzt.


Bürgermeister froh über vier Kandidaten

Das Problem in der Gemeinde Dolgen am See: Schon bei der Kommunalwahl 2014 hatten sich lediglich sechs Bewerber für neun Sitze gefunden. Das Dorfparlament war also ohnehin unterbesetzt. „Umso erfreulicher, dass sich nun vier Bewerber gefunden haben“, betont Bürgermeister Eckhard Borrmann.

„Ich bin beruflich ziemlich eingebunden“, sagt Sven Wisoschinski. Aber er möchte nicht, dass die Gemeinde handlungsunfähig wird, erklärt der 51-Jährige, der derzeit Betriebsleiter des Eigenbetriebes Rettungsdienst beim Landkreis ist. „Ich werde nicht gleich die Welt einreißen, sondern möchte mich dort einbringen, wo es sinnvoll ist“, sagt Sven Wisoschinski, der seit 2008 in Dolgen wohnt. Er gehe realistisch daran, wisse um die finanziellen Zwänge einer Kommune. Als „gemeinschaftliche Herausforderung“ sieht es Tobias Thiel (38) aus Groß Lantow. Seine Mutter Christel Trost arbeitet seit vielen Jahren in der Gemeindevertretung. Er wisse also, auf was er sich einlasse. „Ich freue mich darauf“, sagt der wissenschaftlich-technische Assistent, der in der Landesforschungsanstalt in Gülzow arbeitet.

Dritte im Bunde der Bewerber ist Manuela Petereit (46) aus Sabel. Sie sei angesprochen worden, habe aber nicht überredet werden müssen. Unvoreingenommen gehe sie an die Sache. „Sicher kann man vieles verbessern, aber man muss sich erst einmal gründlich in die Materie einarbeiten“, betont Manuel Petereit, die in der Baufirma des Vaters in Sabel arbeitet.

André-Gerad Voirin (55) ist stellvertretender Wehrführer in Groß Lantow und weiß wie wichtig engagierte Bürger für das Leben im Dorf sind. „Ohne Feuerwehr und Frauengruppe würde hier doch nichts mehr laufen“, sagt der Tierpfleger, der einen Jungrinderstall des Agrarbetriebes Groß Grenz betreut. Er möchte sich einbringen, etwas bewegen, mit dafür sorgen, dass etwas los ist in den Dörfern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen