Güstrow : Distelblüten am Distelberg

Mediendesigner Sebastian Volgmann hatte die Distelblüte in Goldgelb gestern fast fertig.
Mediendesigner Sebastian Volgmann hatte die Distelblüte in Goldgelb gestern fast fertig.

Wohnungsgesellschaft Güstrow lässt Fassade in der Straße Am Eicheneck künstlerisch gestalten.

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10. August 2016, 20:45 Uhr

Auf dem Gerüst pfeift der Wind. „Gut, dass ich mich für Pinsel und Rolle entschieden habe“, sagt Sebastian Volgmann (35). Oft greift der Mediendesigner zur Spraydose, wenn er eine Fassade oder eine Trafostation mit freundlichen Motiven versieht. Das aber wird bei heftigem Wind schwierig. Bis zum Ende der Woche will der Rostocker die Fassade des Blockes Am Eicheneck 1 bis 4 auf dem Güstrower Distelberg fertig haben.

Es ist nicht der erste Auftrag der Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG). Schon am Ärztehaus gleich nebenan und in der Südstadt habe er Fassaden verschönern können. „Willkommen auf dem Distelberg“ steht bereits in großen Lettern an der Wand. Darunter malt Sebastian Volgmann blühende Disteln in Orange, Grün und Blau. Auch ein kleiner abstrakter Berg käme noch hinzu, erzählt der 35-Jährige, der seit 2007 als freischaffender Künstler tätig ist. „Früher hätte man mich wohl einen Gebrauchsgrafiker genannt“, erklärt der Mediendesigner. Und das sei auch gar nicht so weit her geholt. Seine Eltern seien Gebrauchsgrafiker gewesen und so sei auch er quasi hineingewachsen.

Fast ein bisschen spielerisch, mit Schwung und wachem Blick bekommt die goldgelbe Blüte ihre Struktur. Die Vorlage habe er im Kopf, erklärt Sebastian Volgmann. Auf die Wand hat er lediglich die Umrisse zuvor mit der Sprühdose aufgetragen. „Mit der Dose hat man einen besseren Schwung, weil man nicht unterbrochen wird, wenn man einen Pinsel wieder in die Farbe tauchen müsste“, erläutert er. Etwa zehn Meter in der Höhe wird das Bild messen. Verwendet werden hochwertige Farben. Volgmann: „Damit es lange gut aussieht.“

Die WGG lässt den Block derzeit umfassend modernisieren. „Das reicht von der Wärmedämmung über Fassadengestaltung, Fenster und Dach bis zum neuenBad“, berichtet Jürgen Schmidt. Eine ziemliche Belastung für die Mieter und einer Herausforderung für die Baufirmen, fügt der WGG-Geschäftsführer hinzu. Ähnlich dem Willkommensgruß in der Südstadt (Friedrich-Engels-Straße 2) wolle die WGG auch auf dem Distelberg an prägnanter Stelle grüßen.

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