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Güstrow : Diskussion über Marktneugestaltung eröffnet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtverwaltung präsentiert erste Vorschläge zur Neugestaltung des Güstrower Marktplatzes.

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Schöner, besser und vor allem moderner: So soll der Güstrower Marktplatz nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung werden. Erste Überlegungen zur Neugestaltung des Marktes präsentierten am Mittwochabend Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, sowie Verkehrsplaner Gunter Brüß im Rathaus der Güstrower Öffentlichkeit. Erstmals hatte die Stadt zu einer Bürgerbeteiligung für das Großvorhaben der Marktneugestaltung eingeladen. Mehr als 50 Bürger nahmen das Angebot an. Noch ist die Planung nicht fertig, es kann also ordentlich mitdiskutiert werden, unterstrich Jane Weber.

Brunnen nimmt zu viel Platz weg

Dennoch hat die Stadt in einigen Punkten schon recht konkrete Vorstellungen. Vor allem auch, wenn es um einen von vielen geforderten Brunnen als Gestaltungselement auf dem Markt geht. Der in Güstrow bekannte so genannte Kirschbrunnen, der einst auf dem Markt stand, nehme viel zu viel Platz in Anspruch, erklärte Brüß und erteilte damit indirekt auch allen anderen oberirdischen Brunnenvarianten oder Denkmalen eine Absage. Auch die vorhandene Tierstele stellte er zur Diskussion. Die Fläche würde vorrangig für den Wochenmarkt und Feste gebraucht. „Deshalb favorisieren wir ein ebenerdiges Wasserspiel“, so Brüß. „Damit steigern wir die Aufenthaltsqualität auf dem Markt.“ Vorteil sei, dass das Wasserspiel bei Veranstaltungen abgestellt und die Fläche genutzt werden könne.

Neben Sitzbänken, mehr Papierkörben und besseren Fahrradständern soll auch ein Info-Terminal errichtet werden. Und auch die vorgeschlagene Beleuchtung verweist in die Moderne: Multifunktionale LED-Stelen plant die Stadt. Hier könnten neben Steckdosen für die Markthändler auch Lautsprecher, E-Ladestationen und sogar freies W-Lan integriert werden, führte Brüß aus. Zudem gibt es mehrere Varianten für eine öffentliche WC-Anlage. Fest steht bisher nur: „Wir wollen ein rund um die Uhr geöffnetes WC, das an 365 Tagen barrierefrei erreichbar und nutzbar ist“, sagte Brüß.

Vorstellungen gibt es auch bereits für den Verkehr und die Parkplätze auf der West- und Südseite des Marktes. „Die bisherige Bushaltestelle entspricht nicht mehr den Anforderungen“, so Brüß. Geplant ist deshalb eine 35 Meter lange Doppelbushaltestelle, die in den Fahrbereich gebaut wird. In der Mitte der Fahrbahn soll es zudem einen zwei Meter breiten Streifen für Radfahrer geben. Auch könnten auf der Südseite 17 Stellflächen für Autos vor der Pfarrkirche sowie zwölf weitere vor der Deutschen Bank entstehen. Dafür müssten die Bäume auf der Südseite komplett abgenommen werden, sieht die Planung vor. „Wir haben die Möglichkeit, die Anzahl der Kurzzeitparkplätze zu erhöhen“, sagte Brüß.

Die gesamte Vorplanung der Stadt hat die Barrierefreiheit im Blick. Das spielt auch bei der zukünftigen Oberflächengestaltung eine große Rolle. „Die jetzige Situation ist nicht befriedigend“, formulierte es Brüß. Drei Meter um die Gebäude am Markt soll deshalb ein Klinkerbelag kommen, dazwischen sind Granitplatten geplant.

Doch die Diskussion ist jetzt erst eröffnet. Ideen und Vorschläge sind weiter gefragt.  

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