Vernissage : Diskussion über abstrakte Werke

Annegret Goebeler vor ihren „Lüssow-Bildern“. In dem ehemaligen Pfarrhaus (rechts) wurde sie geboren.
Annegret Goebeler vor ihren „Lüssow-Bildern“. In dem ehemaligen Pfarrhaus (rechts) wurde sie geboren.

Von der gegenständlichen zur abstrakten Malerei: Die gebürtige Lüssowerin Annegret Goebeler stellt im Amt Güstrow-Land aus.

svz.de von
13. April 2017, 12:27 Uhr

Die mittlerweile 57. Ausstellung des Amtes Güstrow-Land bestreitet die Malerin und Grafikdesignerin Annegret Goebeler. Die in Bützow lebende Künstlerin wurde 1943 in Lüssow geboren. Unter ihren 16 Bildern, die sie im Versammlungsraum des Amtes unter dem Thema „Mensch, Landschaft und abstrakte Farbkompositionen“ anordnete, befinden sich auch einige in frühen Jahren gemalte Ansichten des Dorfes. Als häufiges Motiv diente dabei das ehemalige Pfarrhaus, in dem die Wiege der 73-Jährigen stand.

Während der Vernissage gab Annegret Goebeler einen kleinen Einblick in ihre Biografie. Sie hatte in Güstrow als Dekorateurin beim Konsum gearbeitet, bevor sie ein Grafikdesignstudium an der Fachhochschule für angewandte Kunst in Heiligendamm aufnahm. Voller Dankbarkeit erinnert sie sich an Lehrer wie Günter Endlich und Horst Bastian, die sie damals im Zeichenzirkel der Pädagogischen Hochschule gefördert hatten. Nach ihrem Umzug nach Schwerin zählte Annegret Goebeler zu den Mitbegründern der am Schelfmarkt angesiedelten Künstlergruppe „Schelfe“. Es entwickelten sich enge Kontakte zu Künstlern in Schweden und Dänemark, was Ausdruck in gemeinsamen Ausstellungen und Workshops fand. 1995 wurde Annegret Goebeler in den Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen.

Die kleine Ausstellung im Amt zeigt die Entwicklung der Künstlerin von der gegenständlichen zur abstrakten Malerei. „Farbklänge sind wie Musik. Es braucht eine Weile, aber dann harmonieren die Farbtöne miteinander wie gute Musik“, erklärte sie. Freilich waren es die abstrakten Farbkompositionen, die die Besucher zum Gedankenaustausch anregten. Die ehemaligen Twin-Towers in New York wollte einer auf einem Bild erkennen, ein anderer sah zwei Gesichter und ein dritter Betrachter tippte auf Fische.
Zu sehen sind die Arbeiten von Annegret Goebeler bis Ende Juni zu den Öffnungszeiten des Amtes. Danach schließt sich die 58. Ausstellung an, bei der Andreas Tessenow Motive seines Heimatortes Siemitz als Ölmalerei oder in Radierungen vorstellen wird.

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