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Linstower Wiesn : Dirndl auf Wiesn die Kult-Kleidung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Sandra Hacker steht mit ihrem Team beim Linstower Oktoberfest in erster Reihe. Erste Veranstaltung am Sonnabend.

Langsam, aber sicher wird es für die rund 400 Mitarbeiter und Helfer ernst, denn am Sonnabend startet der erste Abend der 7. Wiesn im Van-der-Valk-Resort Linstow. Die werden wieder von der Schweriner Volkszeitung präsentiert. Eine, die dabei mit ihrem Team in der vordersten Reihe steht, ist Sandra Hacker. Die 30-Jährige ist seit April vergangenen Jahres Veranstaltungsleiterin des Resorts und damit auch für das immer beliebter werdende Oktoberfest verantwortlich. „Es ist ein Höhepunkt in der Region und darüber hinaus. Wir freuen uns, dass wir das geschafft haben, so etwas in dieser Größenordnung mit 6000 Feiernden an drei Tagen anzukurbeln. Dafür geben wir gern alles“, betont die gebürtige Neubrandenburgerin.


8. Wiesn am 16., 22. und 23. September 2017


Dass sie diesen Posten jetzt verantwortet, ist für sie eine Auszeichnung und eine Herausforderung. „Das war vor elf Jahren als ich in Linstow meine Ausbildung als Veranstaltungskauffrau begann nicht abzusehen“, blickt Sandra Hacker zurück. Der Beruf war damals neu. Darauf gekommen war sie in der Schule, in der sie Veranstaltungen organisierte. „Das muss ich in meiner Lehrzeit wohl auch gut hinbekommen haben, denn ich wurde eingestellt“, erzählt sie. Als Assistentin lernte sie in der Praxis schnell dazu. Als ihr die Funktion angeboten wurde, zögerte sie nicht. „Mehr Verantwortung zu übernehmen und etwas Gutes auf die Beine zu stellen, ist doch sehr schön“, unterstreicht sie ihren Entschluss, im Resort in der ersten Reihe zu stehen.

In der neuen Position half ihr das, was sie in ihren Job einbringt: Organisationstalent, immer offen zu sein für Probleme und Vorschläge sowie Geduld. „Vieles wird mir aber auch durch meine Erfahrung erleichtert, ohne in Schemata zu verfallen“, schätzt sie ein. Ganz wichtig ist für sie außerdem das Zusammenspiel mit ihren Kollegen im Team. Wenn das nicht funktioniere, wären die Wiesn nie zu solch einem Hit geworden, meint sie. Ein Ansporn immer wieder alles zu geben, ist der taffen Frau dabei das Lob des Publikums bzw. die Stimmung im Zelt.

Das ist das Sahnehäubchen nach all den Monaten der Vorbereitung, denn nach den Wiesn ist vor den Wiesn. Der neue Termin, das Ordern des Zeltes und der Band: Das sind gleich die ersten Schritte. Die Wiesn-Tage für das nächste Jahr stehen sogar jetzt schon fest. Die 8. Linstower Wiesn finden am 16. sowie am 22. und 23. September 2017 statt. Immer am Anfang jeden Jahres gibt es die ersten Absprachen mit Feuerwehr, Polizei und DRK. „Dann gehen auch schon die ersten Buchungen ein“, weiß Sandra Hacker. Der Countdown beginnt immer zwei, drei Monate vor dem ersten Wiesn-Tag. Damit fängt die heiße Phase an. Sandra Hacker: „Wir wissen, was wir können, aber diesen Moment nutzen wir auch, um uns für diesen Höhepunkt wachzurütteln, obwohl alle wissen, was zu tun ist.“ Danach wird es in ihrer Arbeit immer konkreter. Es gibt die ersten Vor-Ort-Gespräche, Bestellungen für Hendl, Haxn und das Büble-Bier werden ausgelöst. Vier Wochen vor dem Startschuss sind alle Karten verteilt und die Platzierung im Zelt geklärt.

Der Wiesn-Tag beginnt für die Belegschaft um 9 Uhr. Sandra Hackers Aufgabe ist es, zwischen den verschiedenen Bereichen – Küche, Service, Technik – die Verbindung zu knüpfen. Mittags erfolgt die Absprache mit allen Sicherheitskräften. Auch da muss sie dabei sein. Nachmittags sind dann die rund 100 Kellner und Kellnerinnen einzuteilen. Kurz vor dem Einlass um 18 Uhr verschnauft Sandra Hacker, aber nur kurz. Denn nach dem Beginn ist wichtig, dass die Fest-Gäste möglichst schnell mit Essen und Trinken versorgt werden, eine logistische Herausforderung bei 2000 Leuten, die meist zugleich da sind. Um 20.30 Uhr steht Sandra Hacker beim Fassbier-Anstich auf der Bühne. Dann geht die Wiesn-Party endgültig in die Vollen. Das sieht Sandra Hacker mit Genugtuung, denn dann weiß sie, dass sich ihre Arbeit und die Arbeit ihrer fünf unmittelbaren Mitarbeiter gelohnt hat.





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