Güstrow : Digital-Collage von Güstrow

Extra für die Ausstellung in der Güstrower Wollhalle gestaltete Klaus-Dieter Steinberg eine Digitale Collage über und von der Barlachstadt. Ab 2. Oktober ist sie hier zu sehen.
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Extra für die Ausstellung in der Güstrower Wollhalle gestaltete Klaus-Dieter Steinberg eine Digitale Collage über und von der Barlachstadt. Ab 2. Oktober ist sie hier zu sehen.

Der Wismarer Künstler Klaus-Dieter Steinberg zeigt seine Werke bis Januar in der Wollhalle – Vernissage zur Kunstnacht.

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26. September 2017, 12:00 Uhr

Inzwischen schon zur Tradition geworden, sind die Ausstellungseröffnungen in der Städtischen Galerie Wollhalle zur Kunstnacht. Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Vernissage geben. Der Wismarer Künstler Klaus-Dieter Steinberg zeigt ab dem 2. Oktober, 18 Uhr, sowohl seine klassischen Papier-Collagen als auch seine Digital-Collagen dem Güstrower Publikum.

Aktuell baut der 70-Jährige seine Ausstellung in der Wollhalle eigenständig auf. Für einige Exponate – Würfel, die von allen Seiten betrachtet werden können und einen Einblick in die Gebrauchsgrafik des Künstlers geben – müssen die Stelen noch hergerichtet werden. „Sie runden den Ausstellungsraum ab“, erklärt Klaus-Dieter Steinberg.


Ein Extra: Collage zeigt Güstrow


Für die Ausstellung in der Barlachstadt hat der gelernte Dekorationsmaler, der später in Heiligendamm Dekorative Malerei (1966-1969) und Gebrauchsgrafik (1974-1977) studierte, ein besonderes Exponat mitgebracht. „Als klar war, dass ich in Güstrow ausstellen würde, habe ich gesagt, dass ich eine Collage zur Stadt machen würde – damit hatte ich mich verpflichtet“, erzählt Klaus-Dieter Steinberg mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Digital-Collage, die typische Elemente Güstrows – das Schloss, den Borwin-Brunnen, einzelne Werke Barlachs – vereint, hat inzwischen an der linken Wand in der Wollhalle einen Platz gefunden. „Sie reiht sich in die Bilderserie ,Wundersame Städte‘ ein. Ich habe viele Collagen zu Städten in MV gemacht. Darunter Schwerin, Rostock, Wismar, Ludwigslust und nun auch Güstrow“, beschreibt Steinberg und fügt hinzu: „Eigentlich versuche ich so etwas für jede Stadt anzufertigen, in der ich ausstelle.“

Digital-Collagen erstellt der in Cramon bei Schwerin geborene Künstler seit 2005. „Ich habe mit Kleincollagen zu Sternzeichen begonnen – einige zeige ich auch hier in Güstrow“, sagt Klaus-Dieter Steinberg, der die Werke, an denen er viele Stunden arbeitet, mit einem Hochleistungsrechner erstellt. „Der ist aufgrund der Datenmengen notwendig“, ergänzt er. Aber auch die klassische Papier-Collage verliere für ihn nie den Reiz. „Es gibt ständig neue Impulse, so dass ich daran noch lange nicht satt bin“, veranschaulicht der 70-Jährige.

Die Themen seiner Arbeiten sind vielseitig. Da findet sich die mecklenburgische Landschaft ebenso wieder, wie persönliche Erlebnisse. Ebenso vielfältig sind auch die verwendeten Materialen. Vor einem Werk auf der rechten Seite des Ausstellungsraums bleibt Klaus-Dieter Steinberg stehen. „Erkennen Sie das Material“, fragt er. Es sei das Innere einer Keksverpackung. Hinzu kämen Reste von Servietten, Toilettenpapier. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt. „In meinem Atelier habe ich jede Menge Kartons mit den verschiedensten Materialien. Es gibt auch Bekannte, die für mich sammeln“, sagt Steinberg weiter.


Neuinterpretation alter Werke


Spannend sind auch seine Neuinterpretationen zweier Werke von Lucas Cranach dem Jüngeren, die er auf der Landesschau des Künstlerbundes 2015 den Originalen gegenübergestellt hatte. „Hier ging es mir darum die historischen Gemälde mit Attributen aus der Gegenwart zu verknüpfen. Darunter Tätowierungen, Piercings, Smartphones“, erklärt der Künstler die beiden Digitaldrucke auf Holztafeln, die stets für Gesprächsstoff sorgen würden. Zu sehen sind sie an der rückwärtigen Wand der Güstrower Wollhalle.

Die Ausstellung „Vorwiegend Collagen“ mit den außergewöhnlichen Werken von Klaus-Dieter Steinberg ist von 2. Oktober bis zum 28. Januar täglich von 11 bis 17 Uhr in der Städtischen Galerie Wollhalle am Franzu-Parr-Platz zu sehen.

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