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Utkiek für Güstrow : Dies soll der neue Utkiek werden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrow will jahrelangen Missstand in Heidbergen korrigieren. Große Spende von Autohaus hilft.

von
erstellt am 07.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Seit Jahren steht er immer wieder in der Kritik: der Utkiek in den Güstrower Heidbergen. Besser wohl: Was von dem übrig geblieben ist. Von der einstigen hölzernen Verkleidung des kleinen Bunkers auf der Schabernack-Anhöhe und dem Aufbau ist nichts mehr da, schrieb die SVZ zuletzt im Mai vorigen Jahres. Bereits für 2014 wären Planungsleistungen vorgesehen gewesen, erinnerte damals Stadtsprecherin Karin Bartock an einen schon länger zurück liegenden SVZ-Beitrag.

Doch zunächst habe die Frage geklärt werden müssen, was überhaupt gewollt sei. Denn nur dies war schon seit langem klar: Den Utkiek wieder auf dem Bunker zu errichten, kommt nicht infrage. Zumal die mit den Jahren gewachsenen Bäume ringsherum den Ausguck von dieser Höhe aus ohnehin unmöglich machten. Gehe man also von einem kompletten Neubau aus, wäre frühestens an 2018 mit dem Bau zu denken, sagte die Stadtsprecherin vor knapp einem Jahr.

Vom einstigen „Utkiek“ steht nur noch nackter Bunker-Beton.
Vom einstigen „Utkiek“ steht nur noch nackter Bunker-Beton. Foto: Rosentreter/Archiv
 

Jetzt gibt es dafür einen unverhofften Schub: 17  000 Euro, als Spende in Aussicht gestellt vom Güstrower Mercedes-Autohaus Brinkmann. Das stellt jedoch eine Bedingung: Es müsse sich um einen richtigen Aussichtsturm handeln, der dauerhaft und langlebig den Güstrowern und ihren Gästen zugänglich ist, Vandalismus standhält und natürlich für lange Zeit einen attraktiven Blick über die schöne Umgebung der Barlachstadt und auf die Stadtsilhouette gewährleiste.

Bedingung für Spende: ein neuer Stahlbau


Mit der großzügigen Spende, veranlasst durch das 25-jährige Bestehen des Autohauses im vergangenen Jahr, muss sich die Stadtvertretung am Donnerstag befassen. Laut Kommunalverfassung ist die Annahme von Spenden durch die Gremien vorgeschrieben, in diesem Fall durch die Stadtvertretung. So bereitwillig solch unerwartete Zuschüsse auch genommen werden – dieser setzt die Stadtvertretung auch unter gewissen Druck. Denn ausdrücklich binden die Geschäftsführer des Autohauses, Knut Brinkmann und Maik Osterloh, ihre Gabe an die oben genannte Bedingung. Für die Kommunalvertretung bedeutet das: Nimmt sie die Spende an, dann macht sie damit zugleich einen Posten für den nächsten, noch gar nicht konzipierten Haushalt fest.

Ein Posten, der nicht von ohne ist: Mindestens 273  000 Euro dürfte eine geeignete Stahlkonstruktion alles in allem kosten, hat die Stadt schon mal berechnet. Die Verwaltung war nämlich in den letzten Jahren nicht untätig und hat tatsächlich eine detaillierte Vorplanung bereits ausgearbeitet. Inbegriffen in den Kosten sind demnach auch Wege, Rastplatz, Ausschilderungen, Böschungen. Der Turm selbst soll, die Bäume überragend, neben dem Bunker errichtet werden. Der kleine Betonbau soll erhalten bleiben, allerdings mit Erde überdeckt, da er mittlerweile als Behausung von Fledermäusen einen neuen Zweck gefunden hat.

Sollte die Stadtvertretung sich für die Spendenannahme aussprechen – und damit also für den Neubau eines stählernen Utkieks – dann könnte sie die Planung noch in diesem Jahr zu Ende bringen. Tatsächlich könnte dann 2018 ein neuer Utkiek auf dem Heidberg entstehen, bestätigt Stadtsprecherin Karin Bartock. Der Bauantrag wäre noch zu stellen, auch wolle man möglichst noch weitere Fördermittel einwerben.

 

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