Güstrow : Die unermüdlichen Helfer der Tafel

Das sind die ehrenamtlichen Helfer der Güstrower Tafel: Sandra Schultz, Christine Schörk, Bernhard Rogge, Bärbel Beese, Gerhard Lange, Annett Langner, Anita Rumi, Andrea Lemke, Gabriele Kempke und Torsten Kelm (v.l.). Ebenfalls fleißige Helfer sind Jürgen Rachow, Elfriede Steinmetz, Manuela Gaidies, Erwin Berndt und Heidrun Morlang.
Das sind die ehrenamtlichen Helfer der Güstrower Tafel: Sandra Schultz, Christine Schörk, Bernhard Rogge, Bärbel Beese, Gerhard Lange, Annett Langner, Anita Rumi, Andrea Lemke, Gabriele Kempke und Torsten Kelm (v.l.). Ebenfalls fleißige Helfer sind Jürgen Rachow, Elfriede Steinmetz, Manuela Gaidies, Erwin Berndt und Heidrun Morlang.

Danke an Unternehmen, die die Güstrower Einrichtung mit Waren für Hilfebedürftige versorgen / Hoffen auf viele Geldspenden in der SVZ-Aktion

svz.de von
10. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Sie sind unserer Zeitung weiter sehr dankbar, dass die Weihnachtsaktion der SVZ den Tafeln im Land gilt. Gabriele Kempke, Vorsitzende der Güstrower Tafel: „Diese Unterstützung ist so wichtig, denn sie hilft uns bei unserer verantwortungsvollen Aufgabe Menschen unter die Arme zu greifen, die zu uns kommen, um etwas zu essen zu haben, für ihre Kinder Spielzeug zu erhalten oder Kosmetika, die sich sonst schlecht leisten können.“ Wenn auch vielleicht manch einer das nicht so wahrnehme, aber es gebe sie mit einem ungebrochenen Trend nach oben, die Menschen, die arbeitslos seien und Hartz IV beziehen, am Rand der Gesellschaft leben und auf die Spende der Tafel angewiesen seien, betont Gabriele Kempke. Und: Es sind auch immer mehr Rentner, die zur Tafel in die Südstadt (Pfahlweg/Clara-Zetkin-Straße) kommen. Christine Schörk: „Wir versorgen 500 Hilfebedürftige in der Woche von montags bis freitags. Darunter ist ein Stamm von 20 bis 30 Menschen, die schon seit rund zehn Jahren unsere Unterstützung in Anspruch nehmen und es müssen, sonst haben sie noch weniger.“ Montags ist die Tafel in Mistorf und Lüssow, dienstags in Weitendorf und Liessow, mittwochs in Lalendorf, Hohen Sprenz und Kuhs, donnerstags in Krakow am See sowie freitags in Diekhof, Striesdorf und im Kinderhaus Sabel. In Güstrow sind montags, mittwochs und freitags die Ausgabezeiten. „Während es an diesen Tagen nach dem Alphabet geht, können am Heiligabend und Silvester von 11 bis 12 Uhr alle kommen, die möchten“, sagt Gabriele Kempke.

15 bis 20 Tonnen Waren werden monatlich von den unermüdlichen ehrenamtlichen Tafel-Helfern ausgegeben. Sie kommen aus den Güstrower Einkaufsmärkten Netto, Lidl, Penny, Famila, Cap und Norma, aus dem Handelshof, Backhus, der Stadtbäckerei Junge, coop, Kraftverkehr Nagel, SGS Genussservice Kronskamp, dem Kritzkower Eierlager und dem EGV Express. „Bei einigen rollen die Waren täglich an, andere rufen uns an und dann fahren wir los und holen das, was wir bekommen“, erklärt Gabriele Kempke. Sie und ihre Helfer möchten in der großen SVZ-Aktion statt Weihnachtskarten auch an diese Hilfe denken. Dazu kommen zwischen 15 und 20 private Spender, die Geld oder Sachgeschenke geben. Darunter ist Spielzeug, mal ein Kinderwagen oder Bekleidung.

Oder es werden Spenden vermittelt. Das macht zum Beispiel der Güstrower Uwe Kunkel. Der kommt seit zwölf Jahren u.a. zur Tafel und bringt Süßigkeiten. Der damals im Metallbau tätige Unternehmer lernte in Stelle bei Hamburg beim Bau einer Produktions- und Lagerhalle den Süßwarenfabrikanten Johannes Lühders kennen. Uwe Kunkel kam mit ihm ins Gespräch, dass es vielen Ostdeutschen nicht so gut geht. Seitdem bringt Uwe Kunkel mehrmals im Jahr süße Sachen aus Stelle nach Güstrow und verteilt sie. Vor einigen Tagen brachte er wieder einige Kisten zur Tafel.

So kommt viel zusammen. Besonders groß ist bei den fleißigen Tafel-Mitarbeitern aber weiter die Hoffnung, dass die Gelspenden in der SVZ-Aktion nicht abreißen: Die Güstrower Tafel benötigt ein Auto mit Kühlaggregat, Fenster-Gitter und eine Alarmanlage, um es Einbrechern schwer zu machen, und eine neue Zufahrt zu der Tafel.


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