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Güstrower Anzeiger

21. Oktober 2017 | 05:10 Uhr

Güstow : Die unendliche Geschichte des Mülls

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Eine Müllpresse an der Gemeinschaftsunterkunft in der Hamburger Straße in Güstrow stinkt den Anwohnern und Betreibern gleichermaßen.

von
erstellt am 24.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Den Anwohnern in der Hamburger Straße und auch dem angrenzenden Sandberg stinkt’s – eine riesige Müllpresse an der Gemeinschaftsunterkunft in der Hamburger Straße erhitzt hier inzwischen seit Monaten die Gemüter. Der Container werde nicht regelmäßig angefahren, beobachtet Anwohnerin Ursula Brause schon eine Weile. Der Landkreis habe zwar eine monatliche Abholung versprochen, das hatte ihr Nachbar Jörg Klempert bereits schriftlich erfahren – bisher tue sich aber nichts. Die Folge: alle Anwohner werden von den Gerüchen und vor allem von vielen Fliegen belästigt. „Wir können nicht mehr Grillen, ohne das die dicken Brummer sogleich auf unserem Fleisch sitzen“, beschreibt Ursula Brause den Zustand und wendet sich damit an unsere Redaktion.

„Wir kennen dieses Problem“, bestätigt Manuela Hamann, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Kreisverband. Das Rote Kreuz betreibt die Gemeinschaftsunterkunft in der Hamburger Straße. Seit Juni korrespondiere der Einrichtungsleiter nun bereits mit dem Landkreis und hoffe auf eine Lösung. „Auch die Mitarbeiter und Bewohner stört der Zustand, sie haben selbst mit den Fliegen zu kämpfen“, schildert Manuela Hamann. Das Problem sei, dass die Müllpresse, die hier in Betrieb ist, eine zu große Kapazität habe. Sie werde einfach nicht so schnell voll und werde dementsprechend auch seltener entleert. Insbesondere, weil die Gemeinschaftunterkunft inzwischen noch nicht einmal zur Hälfte belegt ist. „Die Gemeinschaftsunterkunft hat 76 Betten, zuletzt waren 32 Personen dort gemeldet“, fasst Manuela Hamann zusammen.

Zuletzt hatte der Einrichtungsleiter mit dem Entsorgungsunternehmen Veolia eine Vereinbarung darüber getroffen, dass die Presse von Juni bis Ende September einmal im Monat angefahren und geleert wird. „Das ist leider nicht passiert. Zuletzt kam die Meldung, dass die Presse immer erst angefahren werde, wenn sie voll sei, da es im Moment nicht so heiß sei“, informiert Manuela Hamann. Für Anwohner und Betreiber unbefriedigend. „Am liebsten wäre uns der Umstieg auf Tonnen bzw. Container“, resümiert Manuela Hamann.

Nun reagiert der Landkreis auf SVZ-Nachfrage. „Die Abfallentsorgung an der Gemeinschaftsunterkunft soll verändert werden. Der Betreiber der Unterkunft und der Fachdienst Integration und Unterbringung sind bereits im Gespräch dazu“, informiert Landkreissprecher Michael Fengler. Derzeit werde geprüft, mit welcher Maßnahme die Situation erfolgreich verbessert werden könne. „Das könnte beispielsweise der Ersatz der Müllpresse durch Container sein, die zweiwöchentlich geleert werden. Ein abschließendes Ergebnis liegt dazu jedoch noch nicht vor“, sagt Fengler weiter. „Es wäre toll, wenn wir bald eine Lösung finden würden – für die Nachbar und auch für uns“, resümiert Manuela Hamann.



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