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Güstrower Anzeiger

20. Oktober 2017 | 01:49 Uhr

SVZ-Serie : Die Schuhe seines ersten Trainers

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Klaus Dievenkorn, Urgestein des Fußballsports, aus Laage / Seit zwei Jahrzehnten auch als Unternehmer mit dem Sport verbunden

Klaus Dievenkorn als Urgestein des Fußballsports zu bezeichnen, wäre sicher nicht verfehlt. Nach seiner aktiven Zeit und schon mittendrin war der gebürtige Laager immer in irgendeiner Form mit dem Fußball verbunden, ob als haupt- oder ehrenamtlicher Funktionär, ob als Journalist als der er sich auch mal versuchte, oder geschäftlich, was seit über zwei Jahrzehnten den Lebensinhalt der ganzen Familie ausmacht. Nicht nur zufällig ist es da, dass Klaus Dievenkorn vor fast 65 Jahren in eben jenem Haus zur Welt kam, das heute als Unternehmen dcTeamsportNord, oder auch „Dievenkorncenter“, im ganzen Land bekannt ist.

„Man kann schon sagen, dass ich hier immer die lokale Sportbrille auf hatte“, sagt der 64-Jährige mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. So kommt es auch, dass viele regionale Sportgrößen zu seinen Wegbegleitern gehören. An einen von ihnen erinnert sich Klaus Dievenkorn immer wieder gern: seinen ersten Trainer, Helmut Günzel. „Eines Tages schenkte er mir ein paar Fußballschuhe. Ein Relikt aus alten Zeiten, ganz aus Leder – sogar die Stollen“, erzählt der Laager begeistert. Nachforschungen ergaben, dass die Töppen mehr als 80 Jahre alt sind. Heute haben sie einen Ehrenplatz in seinem Geschäft in der Breesener Straße. Also auch nicht ganz zufällig wird Klaus Dievenkorn, als Stammgast, heute mit Sicherheit wieder beim Hans-Scheidemann-Gedenkturnier sein.

 

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Auf den Sportstätten meiner Geschäftspartner.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Die Verantwortlichkeit für den Sportbereich in Laage würde ich anders organisieren. Dann hätte man unter anderem auch nicht die Jubiläen des MTV 1893 verpennt: 100, 110 und 120 Jahre. Ich denke durch ein Miteinander würden alle profitieren.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In unserem Sportgeschäft.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Beim Altstoffe sammeln. Hier stand ich in unserer Klasse immer auf Platz 1.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ein Großteil bei der Sammelaktion „Neubau des Schwimmbads“ und auch für Eis – Ersteres war bis zur Wende gut angelegtes Geld.
Was würden Sie gerne können?
Ein Musikinstrument spielen.
Was stört Sie an anderen?
Wenn sie Wendehälse sind.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über meine beiden Enkel, die sich in ihrem neuen Heim „sauwohl“ fühlen und über Niklas, dem beim letzten Hallenturnier mit einer „Traumecke“ die Vorarbeit zum Siegtreffer gelang – das hätte ich vor Jahren sein können.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Über die Feiertage zu heftig „diniert“.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Helden sind für mich die, die unter Einsatz ihres Lebens Menschen retten, aber tolle Menschen gibt es im sportlichen Bereich Gott sei Dank viele.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Die „Peter Ducke Story“ – ein Buch, das man bei uns kaufen kann.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Gute Sportsendungen.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Ich glaube, diese Frage erübrigt sich.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Den Bundespräsidenten Herrn Gauck – er war mein damaliger Jugendvikar und war die entscheidende Person für mich, nicht in die FDJ einzutreten.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Die Betonung liegt auf wenn – und dann deutsche Gerichte.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Mit 17 hat man noch Träume“.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An ein Paar sehr alte Fußballschuhe von meinem bereits verstorbenen Trainer Helmut Günzel. Diese sind in unserem Sportgeschäft ausgestellt – welch eine Entwicklung zu den heutigen.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Vielleicht ein Musikinstrument spielen zu lernen.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Wieder aktiver in einem Sportverein mitmachen. Durch den Beruf musste ich
Neutralität wahren.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Andreas Knoch – er und sein Team hatten es bestimmt nicht leicht, den Laager SV 03 von Altlasten zu befreien.

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