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Güstrower Anzeiger

20. Oktober 2017 | 17:58 Uhr

Güstrow : Die Obstsaison steht vor der Tür

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Frank Fetkenheuer und seine Mitarbeiter bereiten sich auf die Erntesaison vor / Sie rechnen mit einem Ertrag von 30 Tonnen pro Hektar

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Auf dem Gelände des Obstbaubetriebes von Frank Fetkenheuer in Güstrow war gestern viel los. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern bereitet sich der Geschäftsführer der Anlage auf die Erntesaison vor. Noch sind die Früchte an den Baumen so klein, dass sie kaum zu sehen sind. „Aber jetzt geht es bald Schlag auf Schlag los“, so Frank Fetkenheuer. So würden vielleicht schon nächste Woche die ersten Süßkirschen geerntet, drei bis vier Wochen später seien die Sauerkirschen soweit. Wer sich auf Äpfel freut, muss sich dagegen noch gedulden. „Die ersten Herbstäpfel werden Anfang September geerntet“, so Frank Fetkenheuer.

Den Betrieb gibt es seit 1995. Dazu gehören neben einem konventionellen Obstgarten auch ein Biogarten sowie eine Mosterei. Im Biogarten dürfen nur ganz bestimmte Pflanzenschutzmittel und Dünger benutzt werden. „Die Nachfrage ist hier schon groß“, sagt Frank Fetkenheuer. Allerdings sei der Bioanbau auch schwieriger, weil das Obst schneller Schädlinge anzieht. Das kann der Ernte schaden. „Wenn wir nur einen Biogarten bewirtschaften würden, hätten wir es schwer“, fügt der Geschäftsführer hinzu. Zusammen würden sich beide Gärten aber gut ergänzen.

In der Erntezeit wirft ein Hektar 20 bis 40 Tonnen Obst ab. Im vergangenen Jahr hatte es der Betrieb allerdings schwer, es konnten nur etwa 5 Tonnen pro Hektar geerntet werden. Schuld daran waren die kalten Temperaturen in der Blütezeit. Für dieses Jahr rechnet Frank Fetkenheuer mit etwa 30 Tonnen Obst pro Hektar. „Die Temperaturen waren günstig und wir haben auch einen Imker hier gehabt, der mit seinen Bienen für eine gute Bestäubung gesorgt hat.“

Insgesamt sind in dem Betrieb drei feste Mitarbeiter beschäftigt. Damit die Ernte reibungslos ablaufen kann, werden zusätzliche Hilfskräfte engagiert. „Alles, was mit der Hand geerntet werden muss, bringt natürlich auch große Kosten mit sich. Es muss immer viel kalkuliert werden. Wenn Supermärkte Äpfel aus Polen zu niedrigen Preisen verkaufen würden, könne sein Betrieb da natürlich nicht mithalten.

Dennoch ist die Nachfrage nach regionalem Obst groß. Der Betrieb lebt vor allem von seinen Stammkunden, die etwa 90 Prozent des Einkaufs bestreiten. Sie kaufen nicht nur das frische Obst, sondern auch die Säfte, die in der Mosterei hergestellt werden. Im Laufe der Saison werden dort bis zu 100 000 Liter hergestellt. Zudem haben auch Kleingärtner die Möglichkeit, ihre Äpfel abzugeben. „Sie bezahlen die Produktion und bekommen dann genau die Menge, die sie bei uns abgegeben haben.

In den kommenden Wochen und Monaten wird die Geschäftigkeit im Betreib also nicht abreißen. „In der Haupterntezeit kann ein Arbeitstag schon 15 Stunden dauern“, so Frank Fetkenheuer. Als Chef ist er den ganzen Tag draußen. „Wenn ich nicht gerade etwas organisiere, bin ich immer bei der Produktion.“

 

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