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Müllgebühren Güstrow : Die Mülltonne wird intelligent

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ausrüstung mit Mikrochips für turnusgerechte Leerung / Ab nächstem Jahr „moderate“ Gebühr für Rasenschnitt

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Wenn morgen der Kreistag die neue Abfallgebührensatzung beschließt, wird es für die Einwohner in der südlichen Hälfte, also im Altkreis Güstrow, ab 1. Januar 2016 einige Neuerungen geben.

Bereits in diesen Tagen kündigt sich eine an: Mülltonnen werden mit einem Chip ausgerüstet. Damit wird jede Tonne durch das Müllfahrzeug vor der Leerung erfasst. Wer nicht dran ist, wird seinen Müll auch nicht los, stattdessen gibt’s eins auf den Deckel, ein Fehlerprotokoll. Zusätzliche Leerungen der Abfallbehälter sind innerhalb des Tourenzyklus problemlos möglich. Wer z.B. regulär nur alle vier Wochen abfahren lässt, kann seine Tonne auch schon nach 14 Tagen leeren lassen, wenn sie vorzeitig voll ist. Das muss man nur spätestens am Tour-Vortag beim Entsorger anmelden. Natürlich wird dafür, je nach Behältergröße, ein Zusatzbetrag fällig. „Generell steht ja die Abfallvermeidung im Vordergrund. Dem trägt dieses Gebührensystem Rechnung“, erklärt Kreissprecher Kay-Uwe Neumann.

Die Abfallentsorgungsgebühren allgemein werden sich nach mehr als zehn Jahren wieder erhöhen. Von fünf bis sieben Prozent im Mittel spricht der Landkreis (SVZ berichtete). Das ist abhängig davon, welche Form der Abfuhr (Tonnengröße und Zyklus) gewählt wird. Kalkuliert sind die neuen Gebühren für fünf Jahre, also bis 2020.

Neu auf jeden Fall: Bei der Abgabe von Rasenschnitt im Wertstoffhof fällt eine Gebühr an. Je angefangenem Kubikmeter sind für Rasenschnitt und Laub 5,36 Euro, für Baum- und Strauchschnitt 3,58 Euro mitzubringen. Hintergrund ist die Abkehr vom „Solidarprinzip“: Bisher zahlten quasi alle Einwohner mit, wenn Gartenbesitzer ihren Rasenschnitt ablieferten. Künftig geht das nach dem Verursacherprinzip: Wer seinen Rasen mäht, muss auch für die Entsorgung zahlen. Die Beträge dafür nennt Kreissprecher Neumann moderat. In der Folge könnten dennoch deutlich mehr grüne Tonnen im Umlauf sein, denn möglicherweise ließen sich nun weniger Bürger von der Anschlusspflicht der Biotonne befreien.

Apropos Wertstoffhöfe: Das Netz dieser Annahmestellen wird ab nächstem Jahr erweitert. Mit Bad Doberan, Neubukow, Pastow und Schwaan wird auch der Norden des Landkreises ausgestattet, eine Neuerung für die „Alt-Doberaner“. Die Güstrower haben vorläufig noch nichts davon: Ende Oktober wird der Wertstoffhof im Pfahlweg geschlossen, zum Jahresende auch die Umschlagstation in Rövertannen (SVZ berichtete). Ein neuer Standort ist, Stand gestern, noch nicht gefunden.

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