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Güstrower Anzeiger

17. Dezember 2017 | 22:35 Uhr

20 Fragen : Die Menschen nehmen wie sie sind

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Dagmar Behrendt / Die 55-Jährige leitete 30 Jahre lang die Kita „Landmäuse“ in Diekhof, gestern gab sie die Leitung ab

Gestern hatte Dagmar Behrendt ihren letzten Tag als Leiterin der Lebenshilfe-Kita „Landmäuse“ in Diekhof. 30 Jahre stand sie an der Spitze des Kindergartens, hier hat sie als Erzieherin angefangen und hier „war sie immer glücklich“, wie die 55-Jährige selbst sagt. Auf eigenen Wunsch hat sie jetzt die Leitung abgegeben, bleibt der Kita aber weiter als Erzieherin erhalten. Ihr Nachfolger ist erstmals ein Mann: Mario Lüders. Dagmar Behrendt wurde 1959 in Güstrow geboren, ist verheiratet, hat zwei Kinder und ein Enkelkind. 1979 machte sie ihren Abschluss als Kindergärtnerin und fing an, in Diekhof zu arbeiten – bis heute.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Am Meer bzw. Wasser, weil ich den Geruch von Salz und Tang mag, weil ich die Weite spüren kann und weil ich den Sturm am Meer besonders mag.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Wenn ich es möglich machen könnte, würde ich versuchen, unserer Gemeinde wieder Leben einzuhauchen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Gerne zu Hause, ansonsten viel auf dem Campingplatz.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit einem Schülerjob 1975 im Kreiskrankenhaus Güstrow und als Jugendbetreuerin im Zeltlager Dobbin.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich glaube immer für gute Sportsachen und Bücher.
Was würden Sie gerne können?
Ich mag die Kalligraphie und würde es sehr vermissen, wenn Kindern zukünftig keine Schreibschrift mehr vermittelt würde. Die Handschrift ist was ganz persönliches und einzigartiges. Und ich würde gerne Blumensträuße selbst binden können. In ihnen steckt viel Schönheit und Kreativität.
Was stört Sie an anderen?
Eigentlich nichts. Es wird immer Kleinigkeiten geben die einem an anderen nicht gefallen. Wir müssen die Menschen doch nehmen wie sie sind. Jeder sieht die Dinge aus einer anderen Perspektive. Das muss man einfach versuchen zu akzeptieren.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Wir haben ein Enkelkind, was gerade anfängt die Welt zu erkunden. Da gibt es immer was zu lachen. Im übrigen lache ich gerne und viel.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Das liegt schon etwas zurück. Wir haben beim Tag der offenen Tür im Schweriner Schloss mal eine Absperrung ignoriert, weil wir unbedingt noch einmal unsere damaligen Unterkünfte sehen wollten. Nette Mitarbeiter von der SPD haben unser Anliegen verstanden und uns die Räume noch einmal gezeigt. Es war eine schöne Erinnerung für uns.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich habe keinen persönlichen Helden. Mir gefallen die Menschen, die ihren Weg gehen und ihren Platz im Leben finden, trotz eventueller Rückschläge oder Niederlagen. Davon kenne ich einige. Ich sehe, wie aus Kindern Jugendliche und Erwachsene werden und erlebe gerade wie aus ehemaligen „Haudegen“ liebevolle, fürsorgliche Papas werden.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Zurzeit lese ich gerade „Im Herzen die Sünde“ von Lisa Unger.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Gut gemachte Dokumentationen über Alltagsprobleme oder über fremde Kulturen und Länder.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch. Ich mag zwar Sportveranstaltungen, aber absolut kein Fußball, weil dort meiner Meinung nach viel zu viel Geld verdient wird und es überhaupt nicht mehr um den Sport an sich geht.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Peter Maffay, weil ich gut finde was er macht, sei es auf musikalischem oder sozialem Gebiet. Er selbst hat eine Entwicklung durchgemacht, die ich bemerkenswert finde.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Gerne regionale Küche mit Obst und Gemüse der Saison, weil man besonders im Winter auf Exoten verzichten kann. Sonst auch gerne mal griechisch oder asiatisch.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mein Herz schlägt immer noch für die bekannten Lieder der Neuen Deutschen Welle, weil das an die eigene Jugend erinnert, an tolle Dorffeste und an den Zusammenhalt der Menschen.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Zu meinem letzten runden Geburtstag habe ich von der Familie eine Reise nach Norderney geschenkt bekommen. Der Eindruck war nachhaltig.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich würde gerne mal an den Baikalsee reisen, weil mich die Größe und die Weite des Landes und die Ursprünglichkeit fasziniert.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich werde mich freuen, mehr Zeit für mein Enkelkind zu haben. Alles andere findet sich, wenn es soweit ist.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Frau Sanftleben aus Diekhof, weil sie eine ganz nette und hilfsbereite Person ist, die unwahrscheinlich gut mit Jugendlichen umgehen kann. Sie hat mehrere Jahre den Jugendklub geleitet. Inzwischen ist sie Pflegehelferin im Seniorenheim. Auch hier hat sie „ihre“ Heimbewohner fest in ihr Herz geschlossen.

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