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Güstrow-Klueß : Die Klueßer und ihre Straßen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Diskussion auf Einwohnerversammlung drehte sich um altbekannte Probleme.

von
erstellt am 10.Aug.2017 | 20:45 Uhr

Den Menschen in Klueß geht es nicht schlecht. Sie könnten sich allerdings noch wohler in ihrem Dorf fühlen, wenn es nicht die Bundesstraße und die Kreuzung, dort aber einen sicheren Überweg für Fußgänger, einen Radweg an der Landesstraße 37 (ehemals B103), feste Straßen, die jeden Regen ohne Pfützen überstehen, nicht so viele Eisesser, die mit dem Auto kommen und dieses abstellen, und keine Nerztierfarm mehr geben würde. Das sind die Probleme, die die Klueßer seit Jahren umtreiben und die auch diesmal wieder auf der Einwohnerversammlung am Mittwochabend angesprochen wurden.

Niemand widersprach allerdings Bürgermeister Arne Schuldt, als er Klueß als einen attraktiven Wohnort bezeichnete und sich fast ein bisschen wunderte, dass die Zahl der Einwohner dennoch ständig abnehme. Im Jahr 2000 waren es 532 Einwohner, am 31. Dezember 2016 noch 438 und jetzt – Mitte Juli – noch 431. Schuldt vermutet, dass es damit zusammenhänge, dass z.B. Kinder erwachsen wurden und aus dem Haus sind.


Anwohner zu Gehweg im Birkenweg befragen


Er informierte weiter, dass der Bau eines Gehweges im Birkenweg im Gespräch ist und kündigte an, dass im September die Meinung der Anwohner gefragt ist. Sie sollen die Notwendigkeit beurteilen und werden über zu erwartende Kosten, die sie mit tragen müssten, informiert. Der Bau einer allen modernen Anforderungen entsprechenden Bushaltestelle wollte Schuldt eher im nächsten Jahr sehen. Das Geld dafür sei zwar im aktuellen Haushaltsplan 2016/17 enthalten, doch man wolle die Straßenbauarbeiten auf der B 104 und im Kreuzungsbereich abwarten, erklärte der Bürgermeister und hatte damit einen wundern Punkt berührt. Erst sollte es ein Kreisverkehr werden, nun wird das jetzige Provisorium nur durch feste Einbauten ersetzt. Gleich fürchteten einige Klueßer, dass es zu Staus auf der B 104 kommen wird. Sie hätten lieber einen Kreisverkehr. Schuldt erinnerte nur kurz daran, dass auch der Kreisel nicht bei allen Klueßern auf Gegenliebe gestoßen war. Selbst die Ampel, die den Verkehr an der Kreuzung in der Vergangenheit geregelt hatte, war unbeliebt.


Am Wiesenbusch: Ausbau nicht umsonst


Eine Mutter monierte, dass die Kinder in diesem regenreichen Sommer nicht trockenen Fußes zur Bushaltestelle kommen würden. Zwar sei die Straße „Am Wiesenbusch“ – ein Sandweg – mal geschoben worden, geholfen habe das aber nur temporär. „Da hilft nur ein Ausbau des Weges“, stellte Schuldt fest und machte darauf aufmerksam, dass dafür kaum Fördermittel einzuwerben seien. Es kämen also nicht unerhebliche Kosten auf die Anwohner des Weges zu. Selbst ein Teilausbau zur Lösung des Wasserproblems würde seinen Preis haben. Klueßer regten dennoch an, die Kosten für einen Ausbau zu überschlagen, damit sie eine Vorstellung davon bekommen, was es die Anwohner kosten würde.

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