Güstrow : Die Gemeinde ist ihm am liebsten

Die Gemeinde, hier dargestellt von Ferienkindern und ihren Betreuern ist Pastor Christian Höser( stehend) das Wichtigtes und Liebste.
Die Gemeinde, hier dargestellt von Ferienkindern und ihren Betreuern ist Pastor Christian Höser( stehend) das Wichtigtes und Liebste.

Mein Lieblingsstück – Dompastor Christian Höser stellt die Menschen über die schönsten Dinge.

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15. Juli 2019, 05:00 Uhr

Ist es vielleicht das Ulrich-Epithaph oder das von Elisabeth, die Kanzel oder der Altar? Vielleicht die Orgel oder irgend ein ganz kleines Detail, das dem Besucher des Güstrower Domes schon mal entgeht, nicht aber dem Dompastor? Wer Christina Höser kennt, ahnt, dass es sich der Dompastor mit der Frage nach seinem Lieblingsstück nicht so einfach macht. „Mein Lieblingsstück ist die Gemeinde, es sind die Menschen“, betont Christian Höser und bittet die Kinder vom Sommerprojekt über die Wikinger sich für ein Foto in die Bankreihen zu setzen und so die Kirchengemeinde zu repräsentieren.

„Der Dom ist gebaut worden, damit die Gemeinde zusammenkommen und Gott ehren kann“, erklärt der Pastor. Diesem Ziel fühle er sich ganz und gar verbunden. „Natürlich sind wir dankbar für wunderbare Kirchen mit kostbaren Elementen, aber das Kostbarste bleibt die Gemeinde“, wiederholt Christian Höser.

Er erlebe die Domgemeinde sowohl in der Tradition und Wertschätzung, gleichzeitig aber „ganz offen für neue Formen und ganz wach für Fragen unserer Zeit“. Die Globalisierung sei längst auch in der rund 2100 Glieder zählenden Domgemeinde angekommen. Christian Höser nennt die Partnerschaftsbeziehungen nach Tansania und England. „Viele Iraner sitzen im Gottesdienst“, fügt der Pastor hinzu. Das gottesdienstliche Leben sei ein buntes und genau so sei es ihm lieb. Fertig und vollständig sei nur selten etwas, vielmehr sehe er seine Gemeinde auf dem Weg, einem Weg, den Jesus begleitet.

„Wir wolle auch eine einladende Gemeinde sein, uns gegenseitig einladen, aber auch die Bürger der Stadt und die Touristen“, betont Höser, seit sechs Jahren Pastor der Domgemeinde. Insofern sei der Dom auch ein Ort, über den die Gemeinde ausstrahlt. „Er ermittelt etwas von der tragenden Kraft und Schönheit des Glaubens“, formuliert der Dompastor. Die Apostel würden Kraft und Verbundenheit als auch Schönheit ausstrahlen, der Schwebende Kraft und Leid, die Epitaphien Kraft und Schönheit. Höser: „Insofern birgt der Dom viele Stücke, über die viel erzählt werden kann.“

Nach ihren Lieblingsstücken fragen wir in dieser Woche außerdem Feuerwehrleute in Bützow, die historische Technik erhalten und pflegen, einen Güstrower Kleingärtner mit über Jahrzehnte andauernder Erfahrung, einen Uhrmachermeister und Oldtimer-Freunde.

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