Niederdeutsch-Wettbewerb : Die besten Plattsnacker der Region

Mit ihren Klassenkameraden zum Landeswettbewerb delegiert: Anika Dürkopp, Chantal Michalik, Luise Fee Neumann und Hannah Laurischkat (v.l.) aus der Wossidloschule  Fotos: Christian Menzel
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Mit ihren Klassenkameraden zum Landeswettbewerb delegiert: Anika Dürkopp, Chantal Michalik, Luise Fee Neumann und Hannah Laurischkat (v.l.) aus der Wossidloschule 

Güstrower und Lalendorfer Schüler fahren zum Landesausscheid - Beteiligung und Niveau gesunken.

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02. März 2018, 12:00 Uhr

Fünf Solisten oder Gruppen aus dem Landkreis und der Hansestadt Rostock gingen beim Regionalausscheid im Plattdeutsch-Wettbewerb (SVZ berichtete) als Sieger hervor und werden beim Landesfinale am 14. April in Schwerin dabei sein. Während in den Altersgruppen Kindergärten und Grundschulen nur Rostocker Einrichtungen am Start waren, kamen der Sieger und die Platzierten aus der teilnehmerstärksten Gruppe der Fünft- bis Neuntklässler aus dem Landkreis.

Dabei konnten sich die Schüler aus der 6. Klasse der Güstrower Wossidloschule über den 1. Platz freuen. Die Jury stufte ihr frisches und lebendiges Programm, das aus kleinen Tänzen, Riemels und Sketchen bestand, am höchsten ein. „Für Schwerin werden wir noch ein bisschen an unserem Beitrag arbeiten“, freute sich Lehrerin Kerstin Lorenz über das Ergebnis. Den 2. Platz belegten Schüler aus der 7. Klasse der Kooperativen Gesamtschule Recknitz-Campus. Der 3. Preis ging an Jennie Schauwecker von der Johann-Pogge-Schule Lalendorf für ihren Vortrag einer Fabel.

In der Gruppe der Teilnehmer aus den Klassen 10 bis 12 gab es nur zwei Anmeldungen. Dabei delegierte die Jury den Beitrag von Ole Stephan vom Europa-Gymnasium in Rostock-Reutershagen zum Landeswettbewerb.

Der Güstrower Dieter Kölpien, einer von acht Juroren, lobte „viele gelungene Vorträge“ der jungen Plattsnacker. Allerdings war er sich mit seinen Kollegen einig, dass nicht nur die Beteiligung, sondern auch das Niveau der Beiträge insgesamt im Vergleich zum Regionalwettbewerb von vor zwei Jahren zurückgegangen seien. „Wo war beispielsweise die Kerstingschule, die 2016 mit einem mitreißenden Plattdeutsch-Rundgang durch Güstrow begeisterte und Landessieger wurde“, fragt sich Dieter Kölpin. Der Plattdeutsch-Experte fordert Erzieher und Lehrer in Kindergärten und Grundschulen auf, mehr für die plattdeutsche Sprache zu tun – und sich am landesweiten Wettbewerb zu beteiligen.

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