Güstrow : Die andere Erlebnisvielfalt Inselsee

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Das ist noch von der Aussichtskanzel auf Schöninsel übriggeblieben.hans-jürgen kowalzik

Die andere Erlebnisvielfalt Inselsee hat sich auf Schöninsel abgespielt. Dort ist die Aussichtskanzel am Westzipfel abgebrannt. Ob sie wieder aufgebaut wird, steht in den Sternen. Grund: der Geldmangel im Haushalt.

svz.de von
13. Juni 2012, 08:09 Uhr

Güstrow | Die andere Erlebnisvielfalt Inselsee - im Gegensatz zum gleichnamigen Projekt, das den See und seine Umgebung attraktiver machen soll - hat sich auf Schöninsel abgespielt. Dort ist die Aussichtskanzel am Westzipfel abgebrannt. Den Hinweis bekam SVZ von einem Angler. Wann das geschehen ist, wusste er nicht. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung - der Stadt gehört die Insel -, beim Pächter Thomas Bandt und bei der Polizei erhielten wir gestern die Antwort: Das ist uns gar nicht bekannt. Die Polizei werde aber sofort ermitteln, hieß es gestern aus dem Güstrower Polizeihauptrevier.

Der Anblick, der sich SVZ gestern bot, war heftig. Außer einem Stück der Treppe ist alles verbrannt, die verkohlten Pfähle ragen in die Höhe. Hans-Peter Schröder, Leiter des Stadtbauhofs: "Wir haben die Kanzel gebaut. Dass sie abgebrannt ist, ist ein großer Verlust für Schöninsel." Ob sie wieder aufgebaut wird, steht in den Sternen. Grund: der Geldmangel im Haushalt bzw. ein bisher nicht beschlossener Etat. Der Stadtbauhof wird die Reste entsorgen. Das sind Momente, in denen das Idyll der Insel zur Nebensache wird.

Aber auch, weil der Schein der schönen Insel mitten im See gegenwärtig trügt. Jedenfalls war es am Dienstagabend so. Da war ein Teil des 1,3 Kilometer langen Wanderrundweges noch nicht gemäht. Teilweise stand des Gras meterhoch. Der neue Schöninsel-Pächter Thomas Bandt, der das per Vertrag zu erledigen hat, beruhigt: "Wir sind dabei, bis zum Wochenende ist der gesamte Weg gemäht und man kann wieder gut darauf spazieren."

Mit dem Spazierengehen hat man gegenwärtig auch auf der Klubhausseite des Inselsees seine Probleme. Vom neuen Drehsteg bis zum Haus am See lässt der Weg wieder sehr zu wünschen übrig. Das beklagen Leser gegenüber unserer Redaktion. Vor allem brachten sie auch ins Spiel, dass durch den behinderten- und altersgerechten Drehsteg immer mehr Bewohner der in der Südstadt gelegenen Pflegeheime dort entlang gehen bzw. in Rollstühlen von ihren Betreuern gefahren werden. Bei den Schlaglöchern aber ein schwieriges Unterfangen. Verantwortlich für den Weg ist die Stadt. Die räumt ein, das sie den Unmut der Bürger versteht. Sie wird den Weg ausbessern. Aber: Der nicht beschlossene Haushalt erlaubt das noch nicht. Die Stadtvertretung beschließt ihn erst Ende August.

Dennoch strebt die Stadt mehr an. Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes: "Das Ausbessern jedes Jahr macht auf die Dauer keinen Sinn. Daher planen wir den grundhaften Ausbau des Weges vom Drehsteg bis zum Pfahlweg. Das allerdings braucht noch eine Weile. Im Haushaltsentwurf 2012 sind die Planungskosten für 2013 vorgesehen, so dass frühestens ab 2014 mit dem Bau begonnen werden kann, vorbehaltlich der weiteren Gewährung von Fördermitteln."

Ohne Fördermittel und ohne zusätzliche Ausgaben sind allerdings Ordnung und Sauberkeit am Hundestrand am Inselsee hinzubekommen. Aber auch hier hapert es damit. Darauf wies uns unser Leser Bernd Fischer hin. SVZ gab die Kritik an die Stadt weiter. Die reagierte. Seit Dienstag sind der Schilfhaufen verschwunden und das Schild "Hundestrand" ist von Graffiti befreit. Die fehlende Hundetoilette werde auch noch aufgestellt, erklärte gestern Karin Bartock aus dem Büro des Bürgermeisters.

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