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Güstrower Anzeiger

25. November 2017 | 09:06 Uhr

Jubiläum : Diakonieverein feiert Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kirchlicher Wohlfahrtsverband setzt diakonische Traditionen in der Region Güstrow und darüber hinaus fort.

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Veronika Fischer hat sich mit ihrer Band angesagt – schöner kann man kaum ein Jubiläum feiern. Der Diakonieverein Güstrow freute sich auf die prominente Künstlerin für seinen Festabend zum 25. Geburtstag. Gestern wurde im Güstrower Bürgerhaus gefeiert. Vorstand Christoph Kupke lud dazu 300 Gäste ein, neben vielen Mitarbeitern kamen Vertragspartner aus Behörden und der Wirtschaft, die teilweise den gesamten Weg des Vereins begleiteten.

Nach der politischen Wende in der DDR, als sich das Diakonische Werk der evangelisch-lutherischen Landeskirche neu strukturierte, führte der auf Kirchenkreis-Ebene gegründete Diakonieverein Güstrow e.V. die Arbeit des Vorgänger-Wohlfahrtsverbandes nahtlos weiter. Dieser Zeit des Umbruchs geschuldet ist das Tätigkeitsgebiet der Güstrower, das sich nicht nur auf den damaligen Landkreis Güstrow beschränkte und auch die Grenzen des heutigen Landkreises Rostock negiert. „Wir waren damals relativ früh handlungsfähig“, erklärt Christoph Kupke, der selbst in der Diakonie verwurzelt ist, hier vor der Wende lernte und vor 15 Jahren den Vorstand im Verein übernahm, den großen Wirkungskreis. Ein Wichernhaus gibt es so nicht nur in Dehmen, sondern auch in Boltenhagen. Cap-Märkte unterhält das Diakonie-Tochterunternehmen Integra Güstrow GmbH in Güstrow und ebenso in Neubrandenburg und Rostock. Betreut wohnen kann man bei der Diakonie Güstrow in Bad Sülze, Malchin, Groß Wokern. Eine Küche und ein Pflegeheim sind in Warin ansässig, Sozialstationen gibt es u.a. in Röbel und Bützow, Tagespflegen in Teterow, Kitas in Güstrow und in Jürgenshagen, eine Nachsorgeeinrichtung in Massow…

In 50 Einrichtungen an 15 Standorten in drei Landkreisen – neben dem Landkreis Rostock und der Hansestadt auch in Nordwestmecklenburg und Mecklenburgische Seenplatte – sind die insgesamt 900 Mitarbeiter des Vereins tätig. Sie kümmern sich um Suchtpatienten, um Menschen mit psychischen Erkrankungen, um Menschen mit Behinderung oder um scheinbar hoffnungslos Verschuldete – und übrigens ohne Rücksicht auf die konfessionelle Bindung der Menschen, die professioneller Hilfe bedürfen. Die Diakonie-Servicegesellschaft, eine zweite Tochter des Vereins, beliefert aus ihren fünf Küchen neben ihren eigenen Einrichtungen auch Schulen und Kitas oder schickt Essen auf Rädern ins Land.

In dem Vierteljahrhundert seit seiner Gründung ist der Diakonieverein Güstrow mit seiner Zentrale am Platz der Freundschaft 14 in Güstrow und mit seinen umfangreichen sozialen Diensten und Beratungsangeboten zu einem der größten Arbeitgeber im Landkreis gewachsen und wichtiger Auftraggeber für Unternehmen und Handwerksbetriebe in der ganzen Region. „Wir sind ja auch ein Wirtschaftsfaktor, ein modernes Unternehmen. Mittlerweile sind wir in einer Zeit angekommen, die uns herausfordert, das Vorhandene zu erhalten“, denkt Kupke, der stolz darauf sei, was seine Mitstreiter aus den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten gemacht haben.

„Bei allen Veränderungen, die es in den 25 Jahren der Diakonie Güstrow gab, waren und sind wir auf engagierte Mitarbeiter angewiesen“, erklärt Vorstand Christoph Kupke. „Mitarbeiter“, ergänzt der Vorstand, „deren Berufung es ist, andere Menschen zu begleiten, zu beraten, zu pflegen und auszubilden. Menschen, die bereit sind, in einer wirklichen Dienstgemeinschaft zu arbeiten und der entscheidende Baustein für den Erfolg zu sein.“ Dies würdigten auch Landespastor Martin Scriba auf dem gestrigen Festakt in einer Andacht und Dr. Udo Krolzik, Professor für Systematische Theologie und Diakoniewissenschaft, im Festvortrag.

 

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