Güstrower Hilfe : Deutsche Hymne auf Suaheli

BU BU
1 von 3
BU BU

Güstrower helfen in Ostafrika - Arnold Fuchs gerade zum Abschluss der zweiten Phase des Wasserprojektes in Mtii/Tansania

svz.de von
12. November 2014, 06:00 Uhr

Intensive Hilfe aus Güstrow für Tansania in Ostafrika. Derzeit ist der Güstrower Arnold Fuchs gemeinsam mit Michael Münckwitz in dem Land unterwegs. Anlass der Reise ist der Abschluss des Wasserprojektes im Gemeindegebiet Mtii, wohin die Domgemeinde Güstrow seit mehr als zehn Jahren partnerschaftliche Beziehungen pflegt. Nach langer Planung und mehrjähriger Umsetzung ist das Wasserprojekt nun in der zweiten Phase abgeschlossen.

„Das Wasserversorgungssystem für fast 10 000 Einwohner ist fertig gestellt. Fast 30 Kilometer Rohrleitungen sind in der Streusiedlung verlegt und zwei große Speichertanks mit etwa 90 Kubikmeter Inhalt wurden geschaffen, um auch in Trockenzeiten Wasser vorhalten zu können“, berichtet Arnold Fuchs aus Afrika. Außerdem wurden mehrere Dutzend öffentliche Wasserentnahmestellen durch die Hilfe errichtet.

Es sei eine technische Meisterleistung – wenn nicht gar ein kleines Wunder – so ein technisches Wasserversorgungssystem zu errichten, das Wasser in ausreichender Menge und guter Qualität über 20 Kilometer verteile, ist er überzeugt. „Alles funktioniert ohne elektrischen Strom und Pumpen, rein gravitativ, also mit der Schwerkraft aus dem Gefälle des Geländes – und auch an der letzten Zapfstelle soll noch Wasser ankommen“, fügt Arnold Fuchs an. Kosten für das Projekt: 150 000 Euro.

Arnold Fuchs hat für seinen aktuellen Besuch noch einmal 2000 Euro im Gepäck. Darin enthalten die 1350 Euro , die durch Spenden des Laufsportvereins beim Osterlauf zusammenkamen. Das Geld soll für Schulmöbel in der Grundschule eingesetzt werden. „Nach der Zerstörung des alten Standortes nach dem Unwetter in der letzten Regenzeit in Mahande fehlt es in den Ausweichräumen in Mtii immer noch am Nötigsten“, so Arnold Fuchs.

Vergangenen Sonntag waren die Gäste aus Güstrow zu einem zweistündigen Festgottesdienst in Mtii eingeladen. Da es sich um den 9. November handelte, wurde auch in der ehemaligen deutschen Kolonie Ostafrika an die Maueröffnung vor 25 Jahren erinnert. „Ich habe zum ersten Mal unsere Nationalhymne auf Suaheli gehört“, so Arnold Fuchs begeistert.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen