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Oase Güstrow : Der Sprung zum „Seepferdchen“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zehn Jahre DRK-Kita-Schwimmen – 1000 Kinder aus acht Einrichtungen am bundesweiten Modellprojekt beteiligt.

„Die Hände tiefer, zieh’ durch, weiter, weiter, komm’, du schaffst das, du bist ein Kämpfer.“ So feuerte gestern Christian Möller den sechsjährigen Marlon Köster von der Güstrower Kita „Biene Maja“ in der „Oase“ an. Der erfahrene Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht gab mit Anne Münch, DRK-Schwimmlehrerin und Heilerzieherin in der Güstrower Kita „Bärenhaus“, die letzte Stunde in einem Kursus des DRK-Kita-Schwimmens. Minuten später hielten Marlon und sieben weitere Kinder das „Seepferdchen“ in der Hand. Der Beweis, dass sie den ersten wichtigen Schritt zum Schwimmenlernen geschafft haben. Dafür mussten sie sich 25 Meter durchs Wasser kämpfen, in Schulter tiefem Becken einen Ring herausholen, ins Wasser springen und Baderegeln kennen.

Gestern wurde in der „Oase“ der zweite von drei Durchgängen des DRK-Kita-Schwimmens in diesem Jahr beendet. Der dritte beginnt in der nächsten Woche. Zum Abschluss gibt es für alle am 17. Juli ein Schwimmfest. Damit geht für das DRK eine Erfolgsgeschichte weiter. „Wir sind mit unserem Schwimmen für DRK-Kitas im zehnten Jahr. In dieser Zeit haben 1000 Kinder unser Angebot genutzt. 70 Prozent haben das ,Seepferdchen’ geschafft. Das ist eine sehr gute Bilanz“, resümiert Christian Möller.

An dem bundesweiten DRK-Modellprojekt nehmen acht Kitas aus Güstrow, Bützow, Hohen Sprenz und Schwaan teil. „Wir sind von Anfang dabei, weil es wichtig ist, dass Kinder schon im Vorschulalter mit dem Schwimmen beginnen. Außerdem liegt es bei uns nahe, weil wir so viele Gewässer haben“, schätzt Kathrin Bremer von der „Biene Maja“ das Angebot des DRK. „Für mich ist Schwimmen genauso wichtig wie Fahrrad fahren und schreiben und lesen zu können“, unterstreicht Anne Münch die Bedeutung dieser Aktion. Außerdem würden die Kinder Koordination und Motorik lernen sowie auf ihrem Weg in die Schule in der Gemeinschaft ihr Selbstbewusstsein stärken, so Anne Münch.

Christian Möller kann sich noch gut daran erinnern wie die Idee entstand. „Untersuchungen des DRK hatten vor zehn Jahren ergeben, dass Kinder zu dick und zu bewegungsunfähig sind und unter den Elfjährigen nur 30 Prozent das Schwimmen beherrschen. Dagegen wollte das DRK was unternehmen“, zählt Möller auf. Nach zehn Jahren sieht er einen positiven Trend, auch wenn die Koordination von Bewegungen weiter problematisch ist. Deshalb geht die Aktion im September weiter. Unterstützt wird sie von Sponsoren. Die Eltern müssen nur die Fahrkosten bezahlen. „Das DRK ist mit vier Schwimmlehrern aus Kitas, die wir ausgebildet haben, und mit drei Ehrenamtlern dabei“, freut sich Christian Möller auf das elfte Jahr.

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