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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 21:07 Uhr

20 Fragen : Der mit den Kranichen flüstert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Guntram Trost aus Mühl Rosin ist Kreiskoordinator für den Kranich

Guntram Trost ist seit gut zwei Jahren als Kreiskoordinator für den Kranich tätig. Der Naturschutz war schon immer ein Thema für den Güstrower, Jahrgang 1956. Schon als Jugendlicher begann seine Arbeit in der Fachgruppe für Ornithologie und Naturschutz Güstrow. Bevor der zu den Kranichen kam lag sein Hauptinteresse im Bereich der Ichthyologie (Fischkunde). Guntram Trost wohnt mit seiner Familie in Mühl Rosin und ist hier auch in einer geschichtlichen Arbeitsgruppe tätig. Der gelernte Werkzeugmacher ist nach einem Ingenieurstudium heute als Konstrukteur in einem Rostocker Unternehmen tätig. Außerdem ist er seit 1969 ist er Mitglied beim Sportverein Einheit Güstrow in der Abteilung Hallenradsport und spielt dort Radball. Als Trainer betreut er hier Radballspieler und Kunstradfahrer.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In der Natur, besonders in Bereichen mit irgendwelchem Wasser.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Bei mir wäre das die konsequente Durchsetzung der Denkmalspflege, die kommunale Grundversorgung der Bürger durch die Stadtwerke, die Verkehrsberuhigung, die finanzielle Unterstützung der Kultur (nicht nur der massenwirksamen Stadt-, Straßen- und Brunnenfeste) …
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Zur Kranichbrutzeit an den Kranichbrutplätzen, zu Kranichzugzeiten an den Kranichzugplätzen, zur Hallenradsportsaison in der Sporthalle.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Wie wohl viele Mecklenburger meines Alters beim Kartoffeln sammeln.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das war der erste Sparbetrag für ein Kofferradio.
Was würden Sie gerne können?
Mich in anderen Sprachen verständigen können.
Was stört Sie an anderen?
Der immer mehr um sich greifende Egoismus. Für mich ist es unverständlich, dass die Natur bedenkenlos genutzt wird, ohne jegliche Rücksicht zu nehmen: egal ob durch beruflicher Nutzer oder die Freiheit des Lebens Genießender.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über einen mir nahe stehenden Menschen. Näheres wird nicht verraten.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich habe seit vielen Jahren mal wieder einem Politiker geglaubt. Unverzeihlich seit Wolfgang Thierse und Regine Hildebrandt.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Einen persönlichen Held habe ich nicht. Da gibt es aber einige Große wie Albert Einstein, Rosa Luxemburg oder Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Für die Region ist das für mich gegenwärtig Karen Larisch, die konsequent ihren sozial engagierten Weg geht.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Kraniche in Mecklenburg- Vorpommern“ von Wolfgang Mewes aus Karow und „Das Sowjetrecht, Grundzüge der Entwicklung 1917-1970“ von Walter Meder, einem Familienmitglied.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Nie gibt es nicht. Oft sehe ich den Tatort und das Nordmagazin.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch, sondern beim Hockey, Faustball, Radball, Handball, Kunstradfahren, Rollschuhlaufen, Federball usw.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Einen brütenden Wiedehopf im Raum Güstrow oder wenigstens einen Wolf ebendort.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Deutsche und Fantasieküche.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Die Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, unsere Hochzeitsmusik. Aber auch „Eifersucht“ von Uschi Brüning, als mein Einstig in die Jazzmusik.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Als materielles Teil eine Hollywoodschaukel, die ich zu meinem 50. Geburtstag von meiner Frau, meinen drei Söhnen und einigen Freunden bekommen habe. Ideelle Geschenke bekomme ich laufend.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Zur Verwandtschaft nach Neuseeland reisen.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Kraniche, Hallenradsport, Regionalgeschichte, Familienforschung.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Mario Voigt als engagierter Bürger von Güstrow, der im Jazzclub Güstrow aktiv ist, als Trainer beim Kunstradfahren wirkt, im Weltladen hilft und noch in anderen Ehrenämtern anzutreffen ist. Wolfgang Köhler, der seit Jahrzehnten im Naturschutz tätig ist und die Greifvögel auch überregional betreut.

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