Sammelleidenschaft : Der Kugelschreiber-Mann

Bernhard Weber sammelt seit 20 Jahren Kugelschreiber. Sogar solche, die sprechen können gibt es. Das ist ein besonderer Spaß für Enkelin Martha. Doch nun will der Jürgenshagener seine große Sammlung abgeben.
Bernhard Weber sammelt seit 20 Jahren Kugelschreiber. Sogar solche, die sprechen können gibt es. Das ist ein besonderer Spaß für Enkelin Martha. Doch nun will der Jürgenshagener seine große Sammlung abgeben.

Bernhard Weber aus Jürgenshagen sammelt die „Kulis“ seit 20 Jahren: Nun soll die Sammlung aus dem Haus

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01. August 2015, 06:00 Uhr

Kugelschreiber über Kugelschreiber liegen in der guten Stube der Familie Weber in Jürgenshagen überall verteilt. Mittendrin Familienvater Bernhard Weber und Enkelin Martha. Die hält zwei besondere Exemplare ans Ohr. Denn einige Kugelschreiber können sogar sprechen. Doch nun soll die riesige Sammlung aus dem Haus. Das jedenfalls ist der Wunsch von Ehefrau Ute Weber.

Seit 20 Jahren Sammelleidenschaft

Die Sammelleidenschaft von Bernhard Weber hat vor zwei Jahrzehnten begonnen. „1995 bei einem Urlaub in Mexiko ist mir irgendwie ein besonders schöner Kugelschreiber in die Hände gefallen“, erinnert sich der Jürgenshagener. Seitdem war kein Ort, wo die Schreiberlinge rumliegen, mehr sicher. Schnell waren einige Hundert Exemplare zusammen, nach wenigen Jahren waren es schon 2000 Stück.

„Auch die Familie hatte sich auf meine Sammelleidenschaft eingestellt, brachte immer wieder neue Kugelschreiber nach Hause“, erzählt der 62-Jährige. Und auch in Fußballerkreisen sprach sich sein besonderes Hobby rum. Weber, der als Schiedsrichter unterwegs ist, bekam auch von manchem Fußballer tütenweise die Stifte. Große, kleine, verschiedene Formen und auch mal mit mehreren Farben. „Die meisten sind mittlerweile eingetrocknet“, sagt Bernhard Weber.

Doch nicht das ist der Grund, warum die Kulis nun aus dem Haus sollen. „Wir haben renoviert. Und die Kisten mit den Kugelschreibern lagen im Bettkasten. Und da kommen sie definitiv nicht mehr rein“, sagt Ehefrau Ute bestimmt. Zumal das nicht die einzige Sammelleidenschaft von Bernhard Weber ist. Auch Schlüsselbänder, Zollstöcken und Feuerzeuge sind vor dem Klempner nicht sicher.

Doch die Kugelschreiber sollen nun wirklich aus dem Haus. „Es müssen mehr als 10 000 verschiedene sein“, sagt Weber. Denn auf diese Zahl sei er gekommen, als er sie vor längerer Zeit einmal gezählt hatte. Er hofft nun, dass er jemanden findet, der die Sammlung übernehmen möchte.

Wenn es dafür noch einen kleinen Obolus geben würde, würde Bernhard Weber den dem Spendenkonto für die Tornado-Opfer in Bützow zugute kommen lassen. Wer also Interesse hat, meldet sich bei Bernhard Weber per Mail unter ute.weber280158
@gmail.com.

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