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SVZ-Interview zum Wochenende : Der Inselsee als Rückzugsort

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Annegret Dräger: die 63-Jährige machte sich vor 23 Jahren mit einem Sportgeschäft in Güstrow selbstständig

Annegret Dräger, geboren im Mai 1951 in einem kleinen Dorf bei Boizenburg, hat es 1977 nach Güstrow verschlagen. Vor 23 Jahren hat sie sich mit einem Sportgeschäft in der Domstraße selbstständig gemacht. „Güstrow ist meine Stadt und hier fühle ich mich sehr wohl und die herrliche Natur, der Inselsee ist mein Rückzugsort geworden“, sagt die Geschäftsfrau. Seit 44 Jahren ist Annegret Dräger verheiratet, sie hat einen Sohn und eine Tochter sowie zwei Enkelsöhne.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Am Inselsee auf dem Bootssteg mit einem Buch in der Hand.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Alle Häuser, die aus Spekulationsgründen nach der Wende gekauft wurden und an denen 20 Jahre nichts gemacht wurde, die also bewusst dem Verfall preisgegeben sind, enteignen und mit Strafe belegen, damit sie als Kulturgut für die Nachwelt erhalten bleiben. z. B. der Markt 30.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im Sportgeschäft in der Domstraße.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Kastanien und Eicheln sammeln.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Von dem Geld habe ich mir das Buch „Baron Münchhausen“ gekauft.
Was würden Sie gerne können?
Ich würde gern spanisch und portugiesisch sprechen können.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit,Vertrauensmissbrauch und sich mit fremden Federn schmücken.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Vor 14 Tagen im Theater bei Marcus Maria Profitlich.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Im September beim Wallensteinfest in Güstrow zu viel Wein getrunken.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine Großeltern und Eltern, die durch Krieg, Revolution, Flucht, Vertreibung alles verloren haben und durch Fleiß, Geist und Gottvertrauen sich immer wieder Neues aufgebaut haben.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Das Alphabethaus“ von Adler Olson.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Nach Möglichkeit die Tagesschau.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Ich sehe gern guten Fußball.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Frau Merkel, weil sie als ostdeutsche Frau die Weltpolitik mitbestimmt und unser Land souverän durch die Krise schippert.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Bei uns zu Hause kommt die deutsche Küche und alte Wolhynische Gerichte auf den Tisch.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Udo Jürgens „17 Jahr, blondes Haar“ – da war ich frisch verliebt.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Eine Puppenstube zu Weihnachten, die mein Vater selbst gebaut hat.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Die alte Heimat meiner Familie in Wolhynien in der Ukraine besuchen.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Als Rentnerin schreibe ich die hochinteressante Geschichte meiner Familie endlich zu Ende. Ein Buch über Landesausweisung, Neusiedlung, Krieg, Flucht, Verschleppung und Auswanderung nach Nord- und Südamerika. Mein Traum ist, im Winter in Brasilien leben und von März bis Oktober den Inselsee zu genießen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Ich würde Frau Daniela Kreklau diese Fragen stellen. Ihr ehemaliger Arbeitgeber hat sich aus Güstrow zurückgezogen. Sie hat das Reisebüro „Haus des Reisens“ am Markt 9 als Selbstständige übernommen und kämpft tapfer um jeden Kunden.


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