zur Navigation springen

Kunsthaus Bützow : „Der Beste“ im Kunsthaus Bützow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ausstellung mit Werken von Michael Wirkner wird am Sonnabend eröffnet / Teil des Kunstfestivals in der Regiopolregion Rostock

„Für mich ist er der Beste“, sagt Eckard Sarnow über seinen Freund Michael Wirkner. „Ihm würde das hier gefallen. Es wäre in seinem Sinne“, ergänzt der Schweriner. Denn Michael Wirkner wird seine Personalausstellung im Bützower Kunsthaus nicht erleben. Der Chemnitzer starb vor zwei Jahren. Am 19. September wäre er 60 Jahre alt geworden. Die neue Sonderausstellung im Kunsthaus Bützow ist Teil des Kunst- und Kulturfestivals in der Regiopolregion Rostock. Das Festival begann am Wochenende und findet noch bis Sonntag statt. Nach der Premiere im Vorjahr möchte das Festival auch in diesem Jahr Schaufenster für das facettenreiche Kunst- und Kulturleben in der Region und in Rostock sein.


Reise durch die Welt der Bilder


Die Vernissage zur Wirkner-Ausstellung im Kunsthaus ist am Sonnabend um 15 Uhr. Die Besucher können sich auf eine Reise durch die Welt der Bilder von Michael Wirkner freuen, denn die Laudatio hält Kunstwissenschaftler Ulrich Kavka. „Und die Eröffnung wird musikalisch von Detlev Böhm und Michael Bohnen begleitet“, sagt Eckart Sarnow.

Er habe viele Bilder erworben, viele aber auch von Wirkner geschenkt bekommen. Sarnow möchte das künstlerische Werk des zeitgenössischen Zeichners, Malers und Grafikers nicht nur erhalten, sondern es auch weiter der Öffentlichkeit zugänglich machen. Weitere Ausstellungen seien z.B. demnächst in der Kunstsammlung Neubrandenburg und in der Galerie Berger in Schwerin zu sehen.

Im Bützower Kunsthaus werde ein Querschnitt der Arbeit Wirkners zu sehen sein – Seestücke, Kopflandschaften und Hohes Land, das Erzgebirge, dort wo er geboren ist. Eckart Sarnow lädt Besucher ein, „genauer hinzuschauen“, denn das müsse man, um die Arbeiten von Michael Wirkner zu verstehen.


Vier junge Filmproduktionen


Neben dem Kunsthaus ist auch der Kultursalon am Pferdemarkt ein Austragungsort des Kunst- und Kulturfestivals der Regiopolregion Rostock. Dort wird bereits am Sonnabend von 11 bis 14 Uhr zum Festivalbeitrag „Filme zum Mittag“ eingeladen. „Vier junge Filmproduktionen, jede etwa zwölf Minuten lang, aus jugendlicher Perspektive, die Ereignisse und Szenen der Bützower Vergangenheit aufgreifen und zum Nachdenken über die Zukunft anregen“, beschreibt Gottfried Hägele, Chef des gastgebenden Vereins „PferdemarktQuartier“, das zu Erwartende.

Im ersten Streifen wird die politisierte Geschichte des vergessenen Pferdemarktes zum Thema gemacht, was im Film zu der Frage führt, wie mit diesem Erbe umzugehen ist. Ein zweiter Kurzfilm nimmt die Ereignisse im verschlafenen Bützow am 17. Juni 1953 in den Blick und fragt, wofür Menschen heute noch auf die Straße gehen würden. In der dritten Produktion gehen die jugendlichen Filmemacher auf das graue Welken der einstigen Wirtschaftsblüte Bützows ein und fragen sich, wohin das derzeitige Agieren der Verantwortlichen führt? Der letzte Kurzfilm porträtiert vier Bützower, wie sie die Ereignisse vor 25 Jahren erlebt haben.

„Diese vier Produktionen der ,Edition Junger Film’ laufen in einer Endlosschleife zur Mittagszeit. Dazu gibt es imbisshafte Kleinigkeiten zum Essen. Der Eintritt ist frei“, so Hägele.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen