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Gedenkstätte in Laage : Denkmal wieder ansehnlich

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kriegerdenkmal der Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Laag saniert.

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Über den maroden Zustand des Laager Kriegerdenkmals kann sich Stadträtin Marion Hünecke nicht mehr beschweren. „Endlich ist die Gedenkstätte wieder in dem Zustand, in dem wir sie haben wollten“, sagt sie. Gemeinsam mit Diplom-Ingenieur Torsten Klukas und Gartenbaumeister Thilo Warda inspizierte Hünecke gestern die runderneuerten Steinstelen im Denkmalsweg. 1928 wurden diese nach Plänen des Laager Architekten Paul Korff errichtet, um den Gefallenen des Ersten Weltkriegs zu gedenken. „Unser Ziel war es, den Original-Zustand zu Zeiten der Einweihung vor fast 90 Jahren wiederherzustellen“, erklärt Klukas, der für die Sanierung verantwortlich war. Etwa fünf Monate hatten die Arbeiten gedauert, nun strahlt die Erinnerungsstätte wieder in altem Glanz.

Die Frischekur für das Denkmal war aufgrund von Schäden im Mauerwerk und einem Absinken des Fundaments notwendig geworden. Rund 60 000 Euro veranschlagten die Verantwortlichen der Stadt für die komplette Sanierungsmaßnahme. „Nachdem alle Arbeiten abgeschlossen sind, steht fest, dass wir unsere finanzielle Grenze nicht überschritten haben“, sagt Hünecke. Zusätzlich zum eigentlichen Denkmal wurden auch die Beleuchtung, die Treppe und die Grünflächen an den Seiten des Weges erneuert. Diese pflegt Warda für die nächsten zwei Jahre, so steht es im Sanierungsplan. Während vorne das Grün wachsen soll, musste es hinter dem Denkmal weichen: Mitarbeiter der Stadt schnitten im Vorfeld der Arbeiten Bäume und Sträucher zurück. „Hinter dem Denkmal war der Wildwuchs so groß, dass wir die Säge ansetzen mussten“, erklärt die Stadträtin.

Und obwohl auf den ersten Blick alles gut aussieht, hat Hünecke schon jetzt einen Grund zum Klagen: Unbekannte schmierten noch vor der Bauabnahme die Hinterseite des Denkmals voll. „So etwas gehört sich nicht. Das hat nichts mehr mit Dummejungenstreichen zu tun, das ist blinder Vandalismus am Erbe derjenigen, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben gelassen haben“, so Hünecke.

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