Feueralarm : Den Kohl auf dem Herd vergessen

Über die Drehleiter gingen die Blauröcke in die Wohnung und stellten die Sicherheit wieder her.
Über die Drehleiter gingen die Blauröcke in die Wohnung und stellten die Sicherheit wieder her.

Rauchmelder schlägt Alarm, Feuerwehr kann rechtzeitig eingreifen

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09. November 2015, 06:00 Uhr

Schreck am Sonntagvormittag: In der Straße der DSF in Güstrow schlug ein Rauchmelder an. „Um 9.40 Uhr wurden wir von Nachbarn alarmiert und sind mit einem kompletten Löschzug ausgerückt“, berichtet Güstrows Wehrleiter, Markus Paschen. Da in der betreffenden Wohnung in der dritten Etage niemand öffnete, entfalteten die Kameraden die Drehleiter und stiegen durch ein gekipptes Fenster in die Wohnung ein. Die Ursache für den Alarm entdeckten sie schnell: Essen köchelte, besser schmorte schon auf dem Herd vor sich hin. Herd aus, Topf runter, Alarmknopf abgestellt – das Malheur blieb ein geringes. Die 20 Kameraden konnten wieder in ihre vier Fahrzeuge aufsitzen, der Rettungstransportwagen unverrichteter Dinge abfahren – zum Glück. Feuerwehrmann Markus Paschen: „Das ist der Sinn der Rauchmelder!“

Als Einsatzleiter Paschen als Letzter das Haus verlässt, die Bewohner des Aufgangs wieder in ihre Wohnungen durften, kam aufgeregt eine ältere Dame: „Was ist denn passiert!?“ Sie sei noch schnell im Garten gewesen, da fiel ihr, als sie die Martinshörner in der Ferne hörte, der Kohl auf dem Herd ein… „Es ist alles gut“, beruhigte sie der Wehrführer. In der Wohnung gebe es keine Schäden, auch nicht durch seine Leute: kein Feuer, kein kaputtes Türschloss, das Fenster blieb unversehrt. Nur der Kohl, der blieb ver-schmort.

Gartenlaube abgefackelt



Schon am Sonnabend wurden die Güstrower Wehrleute zum Einsatz gerufen. Da verlief nicht alles so glimpflich. Eine Gartenlaube in der Güstrower Kleingartenanlage „An der Schanze“ war nicht mehr zu retten, brannte vollständig aus. Die Feuerwehr konnte nur noch das Ausbreiten der Flammen verhindern. Personen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden beträgt geschätzt rund 10  000 Euro.

Die Kripo geht von Brandstiftung aus. Hinweise zum Sachverhalt nehmen das Polizeihauptrevier Güstrow (Tel. 03843/2660), die Internetwache (www.polizei. mvnet.de) oder jede Polizeidienststelle entgegen. Das Feuer war in den frühen Morgenstunden entdeckt worden.

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