Güstrow : Dei Körbsenlücht tau Hellowien

Beliebte Hallween-Motive: Geschnitzte Kürbisse mit Geister-Motiven.
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'n lütt Hellowien-Geschicht

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30. Oktober 2018, 14:55 Uhr

Wenn Späukel, Vampire, Hexen un Düwel denn Minschen so bang maken, dat em dei Hor tau Barch stiegen, denn is dat dei pure Horror un dit Wurt kümmt von't latinsch Dauwurt „horrere“ - dei Hor tau Barch stiegen laten. Dei Hor tau Barch stiegen oenen einen ok, wenn Hellowien-Späukels un allerlei anner Gespenster in körbsengäle Kledaschen un'n Körbsenlatern mit „Säutet orer Suret“ an'n Reformatschonsdach stiepen kamen.

So as dei Luthersche Thesenanschlach an'n letzten Oktoberdach mit dei Reformatschon in Verbinnung bröcht ward, so ward dei Körbsenlücht mit Grafflüchten tau't hohe kathoolsche Fest Allerheiligen an'n iersten Näwelmand in Verbinnung bröcht. Doch dei Bruk mit dei Lüchtenspäukerie kümmt vonne heidnischen Kelten ut olle Irland. Dei läwten in denn Globen, dat mit 'n Anfang vonne düster Johrestiet dei Doden as Geister un Späukels up'e Ierd taurüchkamen un wullen sei mit Lichten in utschrapt Räuwen un grugelig Larwen för't Gesicht von sik afhollen. Un dormit dat so kümmt, güngen dunnemals tau glieken Tiet heidnisch Preister von Hus tau Hus, üm Opfer för dei Geister tau stiepen.

As ut'e Heiden kathoolsche Christen würn, hett sik dei Bruk wiederhen hollen un as denn twüschen 1845 un 1852 dei Tüffeln dörch Krankheit all ful würn un man nix mihr tau äten harr, dunn sünd ein Milljon Iren vör Hunger dod bläben un twei Milljonen na Amerika utwannert. Un sei hemm' denn Bruk as Erinnerung an Irland mitnahmen un denn an'n „All Hallows' Eve“ - an'n Abend vör Allerheiligen plächt. Blot dei Räuf wür gägen 'n Körbsen utschudert, denn dei wussen in Amerika bäder un schöner as dei Räuwen inne olle Heimat. Un so wür mit dei Tiet ut „All Hallows' Eve“ denn Halloween un güng af 1990 as Geschäftsinfall üm'e Welt.

Vör Johren geef dat ok bi uns üm Martini rüm denn Bruk, 'n Runkelräuf uttauschrapen, 'n Fratz rintauschnieden, un as'n Grugellücht up'n Tunpahl tau stellen. In Irland, so dei Lüdschnack, wier dei „Jack O' Lantern“ - dei Vörlöper vonne hütig Körbenlücht, ok wenn dei miersten dei Geschicht von disse Lücht nich kennen, dei von denn dunen Haufschmitt Jack vertellt, denn an'n Abend vör Allerheiligen dei Düwel halen wull. Doch hei lött sik von denn Düwel noch 'n Schluck spendieren un as dei Düwel tahlen wull, harr hei kein Geld bi sik un verwannelt sik sülben in'n Sülwerling. Dei dune Jack stäkt denn Sülwerling fix in sien Kniep un lött em ierst na'n Johr wedder rut un höllt so denn Düwel bet taun Dod hen.

As Jack denn starwen däd, wull em nich dei Herrgott wägen dei Superie un ok dei Düwel nich upnähmen. Doch dei Düwel fäuhlte mit em un schenkte em 'n Stück Glaud, dormit hei in Düstern wat seihn künn. Un Jack wier so plietsch, hett 'n Räuf utschråpt, dei Glaut dorin lecht un künn von nu bi't Wannern twüschen Häben un Höll wat seihn. Un ut Jack sien gläunig Räubenlücht is denn in Amerika dei hütig Körbsenlücht worden. Un sülfst dei lütten Kinner singen all: Noch ein por Dåch, denn is't so wiet, is Halloween, is Späukeltiet.
 

Halloween-Tipps

Wildpark Güstrow

Zwischen 16.30 Uhr und 20 Uhr geht es heute mit Lageplan und Fragebogen ausgestattet auf Entdeckungstour durch den Park – zum Mäusehaus, ins Damwildgehege, zu den Wildschweinen oder zur Raubtier-WG. Hier warten schaurig schöne Gestalten mit spannenden Rätseln auf die Besucher,  Buchstabenjagd ist angesagt. Unter allen Teilnehmern der Halloween-Rallye werden Preise verlost. Wer mag, kann sich vorab im Eingangsbereich im Halloween-Stil schminken lassen. Verkleidete Besucher sind zudem gern gesehen. Zum Schluss erwartet alle eine mystische Tauchaktion im Naturaquarium. Der normale Eintrittspreis ist zu zahlen.

Uwe-Johnson-Bibliothek

„Nichts ist kälter als der Tod“  steht im Mittelpunkt eines Halloween-Thriller-Abends heute  ab 20 Uhr in der Güstrower Bibliothek.  Der Reisebus einer Theatergruppe bricht im Eis ein. 14 Menschen sterben. Was zuerst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord… Freda Wolff ist das Pseudonym des Schriftstellerpaares Ulrike Gerold und Wolfram Hänel.  Arndt Schulz (Gitarre und Gesang), spielt dazu passende Musik. Angekündigt wird eine Mischung aus szenischer Lesung mit wechselnden Dialogstimmen, Interna aus der Schreibwerkstatt der Autoren und  Songs von Klassik bis zu  Rock.  Zur Einstimmung gibt es ab 19.15 Uhr „Gruselbowle“ und „Mumiensnacks“.

„Eiskeller“ Krakow am See

Der Jugendklub „Eiskeller“ lädt  heute von 17 bis 22 Uhr zur Halloween-Party ein. Ein Kostüm ist zum Eintritt Pflicht, die originellste Verkleidung wird  prämiert.

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