Dei Berta un dat Hörrohr

Rezension zu „Dat Hörrohr“ – plattdeutsche Komödie im Ernst-Barlach-Theater

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17. Februar 2020, 05:00 Uhr

Dat Theoter wier vull un dei Bifall wull buten tau hürn, as jüst „Dat Hörrohr“ von Korl Bunje (1897-1985) gäben wür. Dei Buernkomedi „Dat Hörrohr“ ut dat Johr 1954 ward tauierst in Oldenburg ünner dei Lüd keem. 1955 kümmt „Dat Hörrohr“ ok in'n hochdüütsch Sprak inne Theoter un 1960 hett dat Ohnsorgtheoter dormit son'n groten Erfolg.

2020 törnt nu dei Fritz Reuter Bühn mit „Dat Hörrohr“ dörch Mäkelnborg un hett ok dei Frünn von't plattdüütsche Theoter in Güstrow tau Högen un Schmüstern bröcht. Dekoratschon, Kledaschen un Musik setten noch eins dei 50er-Johren in Bild un Ton un lten denn Abend plattdüütsche Ünnerhollung von't Fienste warden. As dei Lappen hochgeiht, sitt Opa Meiners (Andreas Auer) in Kamelhorpüschen in sienen Lähnstauhl un schnorckt man blot so vör sik hen. Auer lött in sien Rull Opa Meiners allens rut, wat 40 Johr Spälerie ut em makt hemm' un all dei annern üm em rum helpen düchtig mit, denn Komedienspäler düchtig tau ketteln. Dor is tauierst Schwiegerdochter Berta (Kerstin Westphal), dei blot so deit, as wenn's gaut tau em is,sik ehrn rothorigen Mann Jochen (Reinhard Krökel a. G.) mit Kauhschiet anne Gummistäwel för dei Arbeit höllt un mit denn ut olle Tieden bekannten schlusuhrigen insolventen un modsch kleedten Kräuger Arnold Hogebach (Christoph Reiche) ut Hamborg utmalt, Opa Meiners in't Ollenheim un so denn Hoff an sik tau bringen, tau Geld tau maken un dat för 'n Krauch antauleggen. Mit Vergnäugen beläwen dei Taukiekers, as hei sien Fründin Berta üm 10 000 Mark leichter makt un as hei Opa Meiners sien Geld ut't Fack achter dei Abendör utrümen wull, mit Rottenfall fungen mit Hülp von Knecht Bernd (Simon Grundbacher) inne Bessenkamer inspunnt ward. Dei Knecht höllt sihr tau Opa Meiners, denn hei hett dat up sien Dochterkind Elke (Anna Reinhard) afseihn. Twüschen dei beiden löppt ok wat, willen denn Hoff redden, spälen Opa 'n nieget Hörrohr tau, un hei kriecht upstunns allens mit, wat œwer em vertellt ward un deit so, as wier hei ümmer noch dofhürig un lött all uplopen. All Taukiekers warden lang dorvon schnacken, as hei mit Söhn Jochen un Tobias, denn Postbüdel 'n Buddel Köm bet up'n Grund lerrig maken un sik œwer dei „Emanzipatschon“ utlaten. Dormit alles bäten bunter ward, kamen noch dei updonnert Lieschen (Stefanie Fromm) mit ehrn bäten döschig anmaudenen Mann, denn Postbüdel Tobias (Andreas Lembcke) in't Späl. Sei schuddern üm denn Pries för bäten Land, dat Berta giern köpen will.

Un dormit allens amtlich is, möt noch 'n Afkat, dei Notar Fesenfeld (Klaus Engeroff a.G.) ran. Berta will em bestäken, doch dat klappt nich, an'n Enn ward mit Hülp von denn Afkaten fastlecht, dat Elke allens arwen ward un ehr Frund Bernd as Verwalter up'n Meiners-Hoff insett ward. As Sœhn Jochen un sien Berta sik an'n Enn mit'n lütt Hus as Arf affinnen öten, secht Berta blot noch „As du meenst, Opa!“ un dei Bifall will nich ennen.


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