zur Navigation springen

Ganschower Stutenparaden : Das schüchterne Fohlen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Das Fohlen „Donaumärchen“ wird bei der ersten Veranstaltung der Ganschower Stutenparaden, die wieder von der SVZ präsentiert werden, unter den Besuchern verlost.

Sie ist erst etwas älter als einen Monat und zieht schon alle in ihren Bann: das Fohlen „Donaumärchen“. Noch weicht die Kleine, die am 6. Mai geboren wurde, ihrer Mutter „Dimension“ nicht von der Seite. „Sie hat einen guten Charakter, ist aber auch noch sehr schüchtern“, sagt Elena Schultz. Die 19-Jährige macht eine Ausbildung zur Pferdewirtin und ist auf dem Gestüt Ganschow für die Fohlen verantwortlich. Um „Donaumärchen“ kümmert sich vielleicht bald ein anderer Pferdenarr. Denn das Fohlen wird bei der ersten Veranstaltung der Ganschower Stutenparaden, die von der SVZ präsentiert werden, verlost. „Mit der Eintrittskarte hat jeder Besucher die Chance, zu gewinnen“, sagt Gestütsleiter Friedhelm Mencke.

Immer weniger Fohlen auf dem Gestüt

„Donaumärchen“ ist eines von insgesamt 35 Fohlen, die in diesem Jahr bereits auf dem Ganschower Gestüt geboren wurden. „Ein weiteres wird in der nächsten Zeit noch kommen. Damit ist der Nachwuchs dann komplett“, so Friedhelm Mencke. Noch vor einigen Jahren sei die Zahl der Fohlen allerdings noch wesentlich höher gewesen. „Früher wurden bei uns etwa 80 Fohlen pro Jahr geboren“, berichtet der Gestütsleiter.

Diese Situation macht deutlich, mit welchen Herausforderungen Pferdezüchter derzeit zu kämpfen haben. „Noch 2008 wurden in Deutschland etwa 50 000 Stuten gedeckt, 2014 waren es nur noch 22 000“, so Friedhelm Mencke. Das sei ein enormer Rückgang. Der Grund dafür ist eine Veränderung des Kaufverhaltens. „Wir haben zwar sehr viele Anfragen, aber die Pferde werden am Ende dann oft doch nicht gekauft“, erzählt Friedhelm Mencke.

Er sei aber fest davon überzeugt, dass sich diese Tendenz bald wieder umkehren werde. „Die Nachfrage wird wieder steigen, deswegen muss man den Züchtern Mut machen, ihre Stuten wieder decken zu lassen“, sagt Friedhelm Mencke. Zudem lasse auch der Spaß am Reiten nicht nach.

Davon wird sich vielleicht auch schon bald der neue Besitzer von „Donaumärchen“ überzeugen können. Bis es richtig losgehen kann, dauert es allerdings noch ein bisschen. „Die Kleine muss noch bei ihrer Mutter bleiben, bis sie sechs Monate alt ist“, so Friedhelm Mencke.

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen