Diakonie Güstrow : Das Recht auf ein würdiges Sterben

Die Unterzeichnung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen war ein Höhepunkt der Veranstaltung.
Die Unterzeichnung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen war ein Höhepunkt der Veranstaltung.

Fachtag der Diakonie Güstrow in der Domgemeinde / Charta unterzeichnet

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20. März 2015, 06:00 Uhr

Im Artikel 1 des Grundgesetzes steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Aber wie sieht würdevolles Sterben aus? Ist es würdevoll, einen Menschen mit einer Magensonde zu ernähren und ihn so am Leben zu halten? Mit solchen Fragen beschäftigte sich die Diakonie Güstrow jetzt auf ihrem Fachtag „In Würde sterben“. Rund 100 Interessierte fanden sich im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Domgemeinde Güstrow ein.

Sie diskutierten u.a. zu den Vorträgen von Gerda Voss „Die politische Debatte um die Neuregelung zur Beihilfe zur Selbsttötung“ sowie dem Beitrag „Was ist ärztliche Aufgabe: Begleitung beim Sterben oder Hilfe zum Sterben? Eine persönliche Reflexion“ des Referenten Dr. Christian Neubüser.

„Die große Anzahl der Gäste auf unserem Fachtag zeigt, dass das Thema aktuell ist und die Menschen beschäftigt“, sagte Frauke Conradi, Bereichsleiterin der Ambulanten Dienste der Diakonie Güstrow. Ziel des Fachtages war es, die Themen Sterben, Tod und Trauer mehr in den Alltag zu bringen und Möglichkeiten zu finden, Unterstützung bieten.

Der Höhepunkt des Fachtages war die Unterzeichnung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Die Charta setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Die fünf Leitsätze formulieren Aufgaben, Ziele sowie Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei der betroffene Mensch, denn laut Charta hat jeder Mensch ein Recht auf ein würdiges Sterben.

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